Früher: RTFM – Heute: LMGTFY

Als ich vor gefühlten 100 Jahren mit dem Internet startete, war das Verhalten der Menschen nicht viel anders als heute. Gut, so schnell funktioniert Evolution auch nicht, aber man sollte ja meinen, dass die Menschen mit der Zeit dazu lernen.

Tja, dass scheint nicht der Fall zu sein. Was ich meine? Jeder der im Netz unterwegs ist und sich etwas tiefer mit der Materie beschäftigt, kennt diesen Effekt. Man engagiert sich in einem Forum oder betreibt einen Blog und man bekommt immer wieder die gleichen Fragen vorgesetzt. Ich meine nicht ähnliche Fragen, sondern wirklich die gleichen.

Eine der Standardantworten zu meiner aktiven Forenzeit war: RTFM. Heute heißt es wohl LMGTY. Was es damit auf sich hat, könnt Ihr hier lesen.

In diesem Blog hier habe ich diese Schwierigkeiten noch nicht. Das liegt wohl eher daran, dass diese Blog hier noch nicht die Reichweite hat. Aber in meinem Astronomieblog gibt es diese Schwierigkeiten.

Dort bemühe ich mich und strenge mich an um den Menschen die Astronomie näher zu bringen. Ich habe dort eine ganze Reihe für Astronomieeinsteiger geschrieben. Trotzdem bekomme ich immer wieder die Frage vorgesetzt: “Welches Teleskop soll ich mir kaufen?”.

RTFM – damals die Antwort auf jede “blöde Frage”

Manches mal will ich ironisch darauf antworten und sagen: “Woher soll ich das Wissen. Ich kenn weder Deine Brieftasche noch Deinen Terminkalender.” Ein anderes mal strenge ich mich an und verweise auf die diversen Artikel in meinem Blog. Und wiederum ein anderes mal will ich einfach nur sagen RTFM. Zu meiner Forenzeit war dies der Ausdruck für “Read the fucking manual”. Für alle denen man dies Übersetzen muss. “LIES DAS HANDBUCH”. Gut die Übersetzung ist etwas frei und kommt ohne Schimpfwörter aus, aber im Grunde kann man diesen Satz auch Brüllen.

Mittlerweile sind wirklich 20 Jahre vergangen und das Netz hat sich gewandelt. Man findet viel mehr Informationen und viel mehr Möglichkeiten an die Infos zu kommen. Ich bin nicht mehr so oft in Foren unterwegs, dafür mehr auf anderen Blogs. Und natürlich nutze ich Google um bestimmte Dinge zu finden. Hab ich eine Frage, dann gebe ich diese bei Google ein.

Aber die Menschen, ja die Menschen…leider haben die sich nicht gleich mitgeändert. Es ist immer noch einfacher eine Frage erneut zu stellen, als wirklich sehr kurz mal nachzuschauen und selbst einmal zu recherchieren.

Tja und ich? Ich bin älter geworden und will niemanden mehr erziehen. Ich möchte auch keinen mehr anbrüllen oder einfach ironisch antworten. Also was tut man dann? Na man googlet für den Fragesteller. Um Ihn aber nun auch Wissen zu lassen, dass man etwas für Ihn getan hat, sollte man den folgenden kleinen Dienst verwenden.

LMGTFY – die Antwort um jemanden einen gefallen zu tun

Drauf gestoßen bin ich durch einen Kollegen, der für meine Frage was gegooglet hat. Und er ließ es mich wissen. Seid dem verwende ich diesen Dienst.

LMGTFY heißt nichts anderes als Let me google that for you – Lass mich das für Dich Googlen.

image

Ihr gebt einfach dort die Suchanfrage ein und dann sieht der Gegenüber das man für Ihn etwas gegooglet hat. Schaut es Euch an. Ich habe mal für Euch den Begriff lmgtfy gegooglet und lasse es Euch nun wissen.

http://lmgtfy.com/?q=lmgtfy

Wenn man die Suchanfrage eingegeben hat, dann erhält man einen Short-Link und kann diesen dann an den Fragesteller schicken.

Damit sieht der Fragesteller dann, was man für Ihn getan hat. Ich finde den Dienst echt Klasse und ziehe immer mal wieder die Aufmerksamkeit auf mich.

Wer also heute sagen will: Du gehst mir auf den Keks mit Deinen Fragen, die man auch einfach mal im Internet suchen könnte!, der sollte einfach diesen Dienst verwenden.

lmgtfy.com ist die Webadresse und damit auch leicht zu merken.

Die APP lmgtfy

iPhone Screenshot 1Da ja immer mehr Menschen im Netz auf Ihren mobilen Geräten unterwegs sind, kann man nun auch lmgtfy im App-Store als iPhone oder iPad-App laden.

Für 0,89 € kann man sich die App kaufen und dann ganz einfach die Fragen die man gestellt bekommt dort eingeben.

Erhalten tut man dann einen Link oder einen Short-Link den man wiederrum dem Fragesteller schicken kann.

Also auch wenn man per WhatsApp oder per SMS eine blöde Frage erhält, kann man nun mit einem Link darauf antworten.

Damit gibt man nicht nur die Antwort sondern zeigt dem anderen auch gleich: Hey, ich hab für Dich was getan.

Holt Euch einfach die App im App-Store.

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