Internetsucht oder Beruf? – Webmaster Friday

Ich hatte gestern schon das Thema des Webmaster Friday gelesen und mir einige Gedanken gemacht. Wenn mich der Gedanke nicht wieder loslässt, dann blogge ich meistens auch etwas zum Webmaster Friday. So ist es diesen Freitag nun auch.

Der Webmaster Friday fragt ganz offen: “Wie Internet-süchtig bist Du?”. Natürlich muss man die Frage etwas ausdehnen, sonst kämen ja nur Beiträge zusammen, bei den ein “Ja, bin ich” oder ein “Sehr” rauskommt.

Ich werde dieser Frage mal auf den Grund gehen und mich dabei natürlich etwas selbst reflektieren. Lest aber selbst nun meinen Beitrag zum Webmaster Friday.


Was bedeutet Internetsüchtig?

Die Internetsucht an sich ist mittlerweile eine anerkannte Krankheit. Dabei geht es um den Gebrauch des Internets unter Verlust jeglichen Zeitgefühls und auch der zwischenmenschlichen Kommunikation und Interaktion. Also jemand der von Morgens bis Abends vor dem Rechner sitzt und nichts anderes mehr tut. Leute die sich zum Beispiel in Rollenspielen wie World of Warcraft oder anderen verlieren, kommen schnell mal in eine Internetsucht.

Das ist natürlich die krankhafte Seite der Internetsucht. Ich bin mittlerweile fest davon überzeugt, dass einige Grundzüge gar nicht mehr als Krankhaft, sondern als Normal gelten.

So ist die Handynutzung in öffentlichen Bereich wie U-Bahn oder im Café heute gang und gäbe. Die Kommunikation darf nicht mehr abreißen. Es muss ständig mit anderen Kommuniziert werden. Oder mind. die gerade aufkeimende Langeweile muss mit dem nächsten Speil unterdrückt werden.

Ich glaube das hier sehr viele Menschen schon in einer Art sucht gefangen sind ohne es wirklich zu merken.

Ich etwa auch?

Ja, zum Teil muss ich das von mir auch sagen. Nun ist es bei mir Beruflich bedingt. Ich führe einige Webseiten und möchte natürlich auch gern diese zum Erfolg führen. Daher beschäftige ich mich sehr intensiv mit dem Internet. Bin ich deshalb aber süchtig?

Naja, ich stelle oftmals fest, dass ich wenn ich mir einen Film im Fernsehen anschauen ich doch häufiger mal das iPad zur Hand nehme und dann nachschaue ob sich was getan hat im Netz. Auf meinen Seiten gab es vielleicht einen Besucheransturm oder jemand hat auf meine FB-Fanseite zum Blog etwas gepostet auf das ich reagieren sollte.

Ja, das passiert mir schon ab und an. Ich schaffe es aber auch wiederum mal mein Handy zuhause liegen zu lassen, wenn ich mit meiner Frau shoppen gehe. Trifft man dann einen Kumpel, ist dieser ganz erstaunt, wenn er feststellt, dass ich mein Handy nicht dabei habe.

Ich kenn also noch beide Seiten und bin ganz froh diese zu kennen. Ich freue mich sehr über die Möglichkeiten des Internets. Vor allem wenn es ums Geld verdienen geht. Ich finde aber auch das man hier die Zwischenmenschlichkeit nicht vergessen darf.

Mir macht es sehr Spaß zu den Vereinstreffen in meinem Hobby zu gehen. Dort trifft man real die Menschen mit denen man sonst nur übers Netz zu tun hat.

Ansonsten hat das Netz viele Vorteile. Ich habe mein Apple-TV zu Hause und finde es toll auf dem Rechner Filme zu leihen und diese auf meinem Fernseher anschauen zu können. Oder mal eben die Suche nach dem nächsten Restaurant ist schon was tolles. Mit meinem Handy fühle ich mich auch in einer fremden Stadt nicht mehr Fremd und hab Angst mich zu verlaufen. Da muss ich das Internet nicht mal nutzen, es reicht das es erreichbar für mich ist.

Ich hasse es aber auch mit Freunden am Tisch zu sitzen und jeder surft mit seinem Handy in der Gegend rum. Da wünsch ich mir das die Leute mehr in das Jetzt und vor allem das HIER surfen und sich mit den Menschen beschäftigen die real anwesend sind.

Naja, vielleicht kann man nicht immer beides haben. Ich glaube die Menschen müssen hier noch viel im Umgang lernen. Das Netz ist zu schnell. Zum Teil zumindest und der Mensch braucht immer mal ein wenig um sich an geänderte Umstände anzupassen. Aber wir werden auch das lernen.

Fazit

Tja, ich komme zu dem Schluss. Internet ist toll. Ich bin zur hälfte süchtig und zu anderen hälfte noch nicht. Und ich freue mich der Möglichkeiten des Internets in unserem Leben. Es verändert die Welt, die Menschen und die Kommunikation. Ob nun zum besseren oder zum schlechteren muss jeder für sich entscheiden und herausfinden.

Dieser Beitrag ist Bestandteil des dieswöchigen Aufrufs des Webmaster Friday: “Wie Internetsüchtig bist Du?”


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