Meine Social Media Strategie (Mein Beitrag zur Blogparade)

Vor kurzem, am 12. März 2014, habe ich eine recht kurzfristige Blogparade ausgerufen. Diese trägt den tollen Titel BLOGPARADE: SOCIAL MEDIA STRATEGIE. Inhalt dieser Blogparade soll Eure Strategie im Umgang mit den sozialen Medien, also den Netzwerken Twitter, Google+ oder Facebook sein. Habt Ihr überhaupt eine Strategie?

Ich möchte natürlich meine Strategie und meine Sichtweise auf diese Netzwerke hier auch offen legen und daher kommt hier nun mein Beitrag zu den sozialen Netzwerken und meine ganz persönliche Strategie dazu.

Bevor ich aber nun über die Netzwerke sprechen, sollte man sich verinnerlichen was eine Strategie eigentlich ist.

Laut Wikipedia wird Strategie wie folgt definiert:

Strategie (von altgriechisch strategós „Feldherr, Kommandant“) ist ein längerfristig ausgerichtetes Anstreben eines Ziels unter Berücksichtigung der verfügbaren Mittel und Ressourcen.

Hier wird also von Zielen und Langfristigkeit gesprochen. Es ist also das Handeln nach Zielen gemeint.

Ich habe für meine Blogs recht unterschiedliche Strategien und auch auf den Netzwerken selbst gehe ich recht unterschiedliche Wege. Warum? Das möchte ich im folgenden Beschreiben.

Social Media als persönlicher Kanal

Wer mehr als eine Webseite betreibt und auch noch die Besuchergruppen trennen möchte, hat mit Social Media Kanälen ein Problem.

Die meisten Firmen oder Personen betreiben ja nur ein Business. Ein Blogger kann aber mehrere Blogs mit unterschiedlichen Zielen betreiben. So kennen die Leser dieses Blogs eigentlich auch meinen Astronomie-Blog. Das kann auch ruhig so sein, da ich ja hier über meine Nischenblogs berichten möchte.

Aber die Leser meines Astronomie-Blogs werden nicht auf diesen Blog gestoßen. Dies würde kein Sinn machen, da ja nun mal Astronomie nichts mit diesem Blog zu tun hat. Die Zielgruppe soll also mit Absicht nicht mit hier lesenden Zielgruppe vermischt werden.

Nun gibt es dabei aber ein Problem. Ich als Person (Stefan) bin ja nur einmal vertreten bei den Netzwerken. Zumindest ist das bei Facebook und Google+ so.

Trotzdem führe ich dort mehrere Fanseiten. Nämlich für jeden Blog eine.

Ich habe also folgende Seiten dort angemeldet:

ClearSkyBlog bei Facebook und bei Google+

Geld verdienen mit Nischenblogs bei Facebook und bei Google+

Wo liegt nun aber das Problem? Während die Seiten bei Google+ relativ gut getrennt sind, greifen viele Freundschaftsanfragen bei Facebook plötzlich auf das persönliche Profil zurück. Das heißt das ich plötzlich Probleme bekommen kann, wenn ich mit meinem Namensprofil die Lesergruppen dieser beiden Blogs durchmische.

Daher habe ich meine Strategie auch wie folgt ausgerichtet:

1. Facebook

Das persönliche Profil und auch die Fanpage mit mittlerweile über 100 Fans auf Facebook ist komplett auf die Astronomie ausgerichtet. Die Gruppen sollten sich nicht durchmischen. Sobald mir jemand aus einer astronomischen Gruppe eine Freundschaftsanfrage stellt, wird derjenige auf die FB-Fanseite meines Blogs eingeladen. Das funktioniert sehr gut und bringt ständig neue Besucher auf die Blog-Fanseite und damit auf den Blog.

Die Fanseite für meinen Nischenblog hier, wird eher Stiefmütterlich behandelt. Hier habe ich bisher 27 Fans, tue aber auch recht wenig dort. Die Besucher werden über neue Artikel informiert und ab und an gibt es eine persönliche Message. Das hält das Profil am Leben, es wächst aber nicht wirklich.

2. Google+

Bei Google+ kann ich sehr gut zwischen persönlichem Profil und den Fan-Seiten trennen. Hier liegt die Konzentration sowohl auf der Astronomie-Seite, wie auch auf der Nischenblog-Seite.

Dort habe ich auf der Astronomie-Seite 83 Follower und auf der Nischenblog-Seite 55 Follower. Für beide Seiten betreibe ich eine Community. Die Community für diese Seite hier heißt: Die Blog-Anfänger

Mit 14 Mitgliedern ist die Community noch recht überschaubar, aber Sie bringt erste Besucher auf die Blogs die dort eingeschrieben sind. Daher denke ich das die Community mit der Zeit wachsen wird und sich etabliert.

3. Twitter

Tja, Twitter ist für mich und meine Blogs im Moment nur ein Verteilsystem. Dies war schon mal anders und manchmal diskutiere ich noch mit einigen Followern auf Twitter. Aber ich kümmere mich kaum um das System. Ich nehme es bei jedem Blog-Artikel natürlich mit und ab und an erstelle ich mal einen Tweet aus älteren Artikeln. Aber richtig aktiv bei Twitter bin ich nicht unterwegs.

Hat bisher nicht geschadet, aber auch nichts gebracht.

Langfristig denken bei kurzfristigen Netzwerken

Wie sieht aber nun meine Strategie aus? Es ist wie beim Bloggen. So schnelllebig diese Netzwerke aus sein mögen, es muss ein gewisses Vertrauen da sein und das erhält man nur durch Konsistenz und langfristiges Denken. Man kann nicht erwarten, dass man einen Beitrag ins Netz wirft und dann geht die Post ab?

Diese Netzwerk-Communities müssen genauso aufgebaut und gepflegt werden wie der eigene Blog. Und das ist Arbeit. Man muss Zeit einplanen und auch regelmäßig posten.

Vor allem die sehr persönlichen Netzwerke sind davon abhängig. Bei Facebook erziele ich mit meinem Astronomie-Blog wahre Besucherströme. Aber halt auch nur wegen der Gruppen und der Anerkennung.

Natürlich gibt es auch Probleme und Konflikte, aber diesen muss man wie im wahren Leben begegnen. Man darf sie nicht wegignorieren.

Meine Strategie lautet also: Dran bleiben, posten (auch mal was persönliches) und wenn jemand sich dort unterhalten will, dann unterhaltet Euch mit Ihm. Es bringt Euch nur weiter.

Ergebnisse der Strategie

Die Ergebnisse solche Social Media Kanäle können zwischen <1% liegen, wenn man gar nichts tut oder aber einen zweistelligen prozentualen Besucheranteil haben.

Auf meinem Astronomie-Blog sind es ca. 12% der Besucher, die über die sozialen Kanäle kommen. Davon halt vielen über meine Facebook-Fanseite.

In diesem Blog hier dominiert Google+. Zwar noch mit ca. 6% der gesamten Besucher, aber auch dieser Wert steigert sich langsam.

Es gibt aber auch Erfolgsgeschichten einer Social Media Strategie. Eine davon läuft gerade auf meinem Astronomieblog. Dort habe ich einen kleinen Fotowettbewerb für Hobbyastronomen ausgerufen. Erste Bilder habe ich schnell durch direkte Kontakte bekommen.

Nach kurzer Zeit fingen aber die Fotografen an für Ihr Bild zu werben und das halt auf Facebook. Die Besucherzahlen explodierten und damit kamen über dieses Netzwerk über 15% der Besuche nur von Facebook. Hier sieht man den Effekt des Vertrauens. Die Astrofotografen stellten nicht nur Ihre Bilder in den Blog ein, sondern fanden den Blog so vertrauenswürdig, dass diverse Links bei Facebook gepostet wurden.

Der Effekt hält sehr stark an und wenn man sich noch das Verhalten von Facebook zunutze macht, dass neue Kommentare die Beiträge nach oben schieben, kann man diesen Effekt noch selbst verstärken.

Fazit

Tja, man sollte sich bewusst machen, dass auch die sozialen Kanäle gepflegt werden sollten. Man kann nicht davon ausgehen, dass man einfach seine Beiträge online stellt und dann nichts mehr tut. Das würde einfach nicht funktionieren.

Es gibt einige Dinge zu beachten und es gibt einige Kniffe und Tricks um Social Media effektiver zu gestalten. Diese muss aber z. Teil jeder für sich selbst finden. Jede Besuchergruppe und jedes Netzwerk reagiert hier anders.

Was allen gleich ist, ist die Tatsache das man Zeit benötigt um die Netzwerke aufzubauen. Es gibt Mittel und Wege so etwas schnell voranzutreiben, aber oft ist dies nicht nachhaltig. Und trotz der Geschwindigkeit der Netzwerke, ist Nachhaltigkeit ein Erfolgsgeheimnis beim Umgang mit Social Media.


Tipp: Dieser Beitrag ist Bestandteil der Blogparade: SOCIAL MEDIA STRATEGIE. In diesem Beitrag finden sich nicht nur andere Blog-Artikel, sondern hier könnt Ihr als Blogger auch Aktiv dran teilhaben. Schaut dort einmal vorbei und schreibt Euren eigenen Beitrag. Bis zum 31.3.2014 ist noch Zeit.



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Ein Kommentar

  • Hi Stefan,
    ein sehr schöner und ausführlicher Beitrag. Ich trenne bei Google Plus auch zwischen meinem Blog und meinem Shop. So kann ich sicher sein, dass alles an der richtigen Stelle landet.

    Du hast damit schon Recht, dass die Pflege der Social Media Kanäle eine Menge an Zeit einem abverlangt und diese sollte man finden, wenn man Erfolg haben möchte.

    Ich kann gut von Google Plus sprechen und verzeichne auf allen meinen Blogs Besucher aus diesem Netzwerk. Danach folgen Facebook und Twitter, aber dort ist es nicht mehr so relevant und da ich auf G+ meistens viel mehr aktiv bin, zeigt es sich auch in den Blogstats.
    Alex L kürzlich veröffentlicht…Blogstöckchen zum Thema Stuttgart und AllgemeinesMy Profile

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