Der Blog-Start – WordPress-Plug-Ins (Teil 10)

Wordpress-Plug-InsDurch die Nischenseiten-Challenge hat die Blog-Start-Reihe etwas gelitten. Das liegt daran, dass der Aufbau der Nischenseite sich sehr ähnelt mit dem Aufbau eines Blogs. Vor allem dann wenn beide auf dem selben System, nämlich WordPress, aufsetzen.

Nun habe ich aber bei der Nischenseite festgestellt, dass viele Teilnehmer nicht ausführlich Ihre Plug-Ins besprechen und noch wenig beschreiben, warum welche Plug-Ins eingesetzt werden.

Da ich in meiner Reihe zum Blog-Start aber genau bei den Plug-Ins bin, kann ich das nun gut verbinden.

Hier könnt Ihr also Nachlesen, welche Plug-Ins ich auf  Blog www.happybday.de einsetze und warum ich das tue.

In der Blog-Start-Reihe sind wir ja nun schon beim Design und mit dieser Folge bei den Plug-Ins angekommen.

Plug-Ins sind in der Blog-Software WordPress (WP) die kleinen Helferlein, die man früher selbst programmieren musste.

So gibt es kleine Programme, die sich in die Software und die Datenbank einklinken und die Arbeit des Bloggers erleichtern. Ein Teil dieser Plug-Ins läuft im Hintergrund. Ein anderer Teil ist für die Sicherheit oder die Optimierung des Blogs zuständig. Und andere Plug-Ins wiederum ändern das Blogaussehen, z.Teil sogar recht stark.

Blog-Anfänger und die Plug-Ins

Bevor ich nun aber die Plug-Ins beschreiben, die ich auf meinen Blogs und Seiten einsetze, möchte ich gern noch einiges zu Blog-Anfänger sagen und das verwenden von Plug-Ins sagen.

Für jede Aufgabe gibt es mehrere unterschiedliche Plug-Ins. Das was wir Blogger Euch empfehlen sind als solche zu sehen. Es sind Empfehlungen. Niemand kann Euch sagen, welches die richtigen und welches die falschen Plug-Ins für Euren Blog sind.

Manche sind toll und werden von vielen 100 Bloggern eingesetzt. Von anderen hat man noch nichts gehört, aber die tuen das was man will.

Jeder Blogger sucht sich seine Plug-Ins heraus. Mit manchen Arbeit er in jedem Blog, mit anderen nur in einem. Je nach Anforderung.

Es gibt einige grundsätzliche Plug-Ins, die man bei jedem Blogger findet. Caching-Plug-Ins zum Beispiel oder in diesem Bereich auch SEO-Plug-Ins. Aber auch hier gibt es unterschiedliche Ansätze.

Sucht Euch Eure Plug-Ins. Lasst Euch Zeit und probiert die Empfehlungen aus. De-Installiert Plug-Ins die Ihr nicht mehr braucht. Jedes aktivierte Plug-In kostet Ressourcen und frisst, im schlechtesten Fall, Ladezeit.

Haltet die Plug-Ins aktuell und sobald Euch ein  Plug-In dubios erscheint, installiert Ihr es nicht. Plug-Ins können auch Schaden anrichten oder als Virus gelten. Schließlich erhalten die Plug-Ins zugriff auf Eure Datenbasis.

Installieren von Plug-Ins

Es gibt zwei Wege, wie Ihr Plug-Ins installieren könnt. Ihr könnt die Plug-Ins entweder direkt von der Platte installieren oder Ihr sucht Euch die Plug-Ins über die Plug-In-Suche Eures WP-Blogs heraus.

image

Zum installieren neuer Plug-Ings geht Ihr im WP-Menü auf den Punkt Plug-Ins und dort auf Installieren.

Nun könnt Ihr den Namen des Plug-Ins in die Suche eingeben und sollte das Plug-In in der WordPress-Datenbank existieren, kann man es nun installieren.

Manche Plug-Ins sind nicht in der WP-Datenbank enthalten. Diese könnt Ihr Euch als ZIP-Archiv von der entsprechenden Plug-In-Seite herunterladen und installiert es über den Button Hochladen.

Einfach oder?

Empfohlene Plug-Ins

imageEs gibt eine ganze Reihe an Plug-Ins die ich immer wieder beim Start eines Blogs einsetze. In der Nischenseiten-Challenge habt Ihr nun auch noch die einmalige Gelegenheit ganz viele Blogger zu beobachten und zu schauen welche Plug-Ins diese einsetzen. Hier ist natürlich vorausgesetzt, dass die Blogger das veröffentlichen.

Antispam Bee

Bis heute hat das Standard-Plug-In Akismet, welches bei der WP-Installation mit bei ist, einen schlechten Ruf. Es ist anscheinend immer noch nicht Datenschutzkonform und wird daher von mir sofort deinstalliert.

Antispam Bee ist dabei die Alternative zu Akismet und schützt meiner Meinung nach sehr gut vor Spam-Kommentaren.

Warum verwende ich gleich am Anfang ein Antispam-Tool? Ganz einfach. Es dauert ca. 1-2 Wochen bevor die ersten Crawler auf die Seiten aufmerksam werden. Noch ehe die ersten Besucher kommen, waren die Datenroboter sowohl von Google & Co. als auch von den Spamseiten da. Gibt es die Möglichkeit etwas zu hinterlassen, dann tuen dies die Spamrobots auch. Daher kommt sofort Antispam Bee zum Einsatz.

Zur Plug-In-Seite: Antispam Bee

Google XML Sitemap

Die Robots von den Suchmaschinen lesen ja nicht Euren Blog, wie es ein menschlicher Leser tun würde. Für die Robots brauchen wir kein tolles Design zu erstellen oder eine ausgeklügelte Navigation. Es reicht hier ein purer Code. Die XML-Sitemaps sind genau solche Codes.

Hier wird in der Definitionssprache festgelegt, wie die ganze Seitenstruktur in Eurem Blog aussieht. Da sich der Blog aber verändert, muss man dem Robot diese Struktur immer wieder geben. Jedes mal wenn er vorbei kommt, muss er wissen ob er nun etwas neues in den Index der Suchmaschine eintragen muss oder halt nicht.

Damit man sich hier drum kümmern muss, gibt es das Plug-In Google XML Sitemaps

Zur Plug-In-Seite: Google XML Sitemaps

Jetpack von WordPress.com

Jetpack ist eines der mächtigsten und größten Plug-Ins die ich kenne. Ich verwende es um meinen Blog mit meinem WP-Account zu koppeln und die Statistik von WP abzufragen.

Für viel mehr nehme ich das Plug-In gar nicht her. Man kann es für die Kopplung der Social Media Buttons verwenden und für viele andere Aufgaben. Aber wie gesagt, ich verwende es nur für die Statistik und die Kopplung zu WP selbst.

Zur Plug-In-Seite: Jetpack

NoSpamNX

NoSpamNX ist ein Mechanismus der nur auf die Spambots geht. Hier der Blog vor den sogenannten Spambots gesichert. Diese laufen über den Blog und schreiben sich in alles ein, was diese entdecken. Und wehe ein Blog ist nicht gesichert.

In diesem Blog hat NoSpamNX insgesamt 1092 “dumme” Spambots gestoppt. Das sind seit dem ich das Plug-In einsetze 2 pro Tag. Ihr seht also, dass dieses Plug-In wirklich nötig ist.

Zur Plug-In-Seite: NoSpamNX

Contact Form 7

Das ist eines der Plug-Ins bei dem es jeder anders macht.

Ich mag dieses Kontaktformular-Plug-In. Es ist sehr simple und ich bin dran gewöhnt. Daher setze ich kein anderes ein. Es leitet die Anfragen einfach die angegebene Mail und speichert nichts zwischen. Einfach und Effektiv.

Mehr kann ich dazu gar nicht sagen.

Zur Plug-In-Seite: Contact Form 7

W3 Total Cache

Auch dieses Plug-In ist eines dieser meistdiskutierten Plug-Ins. Es ist eines der mächtigsten die ich kenne und damit hat es auch die meisten Einstellungen. Ist also nicht ganz so einfach einsetzbar. Aber man gewöhnt sich dran.

Andere Blogger bevorzugen andere Lösungen. Was das Plug-In tut? Es dient der Geschwindigkeit beim Laden des Blogs. Es speichert die Seiten des Blogs, je nach Einstellung, zum Beispiel auf der Festplatte des Besuchers. Kommt diese 1 Stunde später wieder und an dem Blog hat sich nichts geändert, dann lädt der Blog von der Festplatte und nicht übers Netz. Das erhöht die Geschwindigkeit massiv.

Darauf sollte jeder Blogger achten.

Zur Plug-In-Seite: W3 Total Cache


Tipp: Fangt Ihr erst an mit einem Blog, dann schaltet dieses Plug-In aus. Nicht löschen, aber deaktiviert es einfach. Das hat zwei Hintergründe. Erstens soll das Plug-In nicht Euch cachen. Das wird auf Dauer lästig immer wieder den Speicher zu leeren. Zweitens, wenn Ihr am Blog arbeitet, sehr Ihr wenn mal etwas schief geht. Hat man z.B. ein Zeitfresser-Plug-In installiert, dann merkt man dies durch Caching nicht gleich. Besucher merken es aber beim Erstaufruf.

Auch später solltet Ihr das Plug-In ab und an mal ausschalten und den Blog ohne Caching optimieren. Das bringt viel und zeigt manchmal wie erschreckend langsam ein solcher Blog werden kann.


WordPress Database Backup

Eines der wichtigsten Plug-Ins. Sollte der gesamte Blog mal abrauchen und das kann wirklich vorkommen, dann benötigt Ihr ein Datenbank-Backup. Hier wird also nicht das Design oder anderes Sichtbares Zeug gespeichert, sondern hier werden die Daten wie Artikel oder Kommentare aus der Datenbank gespeichert. Die Grundlage jeden Blogs also.

Zur Plug-In-Seite: WordPress Database Backup

WP-Optimze

Neben den reinen Daten zu Artikeln oder Kommentare, werden auch viele temporäre Informationen in der Blog-Datenbank gespeichert. WP speichert z.B. Revisionen von Artikeln und das nicht zu knapp.

Über die Monate können hier zig Megabyte auflaufen. WP-Optimize kann nicht nur Manuell solche Overhead-Daten löschen, sondern man kann es auch so konfigurieren das die Optimierung der Datenbank und der darin enthaltenen Tabellen automatisch alle X Tage angestartet wird.

Zur Plug-In-Seite: WP-Optimze

WP Permalauts

Ein deutsches Problem. Umlaute in Adressen sind schlecht. Aber die Umlaute, also ä’s, ö’s und ü’s aus der Adresse einfach rausnehmen, sieht auch nicht gut aus.

Damit man aber nun nicht per Hand die Adresse ändern muss, nimmt man WP-Permalauts und lässt automatisch die Umlaute in ae, oe und ue ändern. Fertig.

Zur Plug-In-Seite: WP Permalauts

wpSEO

Jetzt geht es an die Suchmaschinenoptimierung. Jeder weiß das Google automatisch die Artikel und Seiten ausliest und probiert diese nach Relevanz zu untersuchen.

Nun sind aber die Informationen eines Artikel nicht gleich-relevant für Google und für den Leser. Also benötigt man SEO (Search-Engine-Optimization)-Tools um diese Relevanz herzustellen.

wpSEO ist eines der kostenpflichtigen Tools. Entwickelt wurde es von Sergej Müller.

In der Nischenseiten-Challenge setze ich aber das kostenlose SEO-Plug-In WordPress SEO von Joost de Valk ein. Da beide sehr gute Plug-Ins sind und man sich nicht am Anfang der Blog-Karriere gleich mit Kosten belegen muss, verlinke ich hier einmal beide Plug-Ins.

Zur Plug-In-Seite: wpSEO (kostenpflichtig)

Zur Plug-In-Seite: WordPress SEO (kostenlos)

SiN-SocialShare

Wie oben schon erwähnt, kann man in dem JETpack-Paket auch das Social Sharing einbauen. Ich verwende mittlerweile dafür das Plug-In von Peer Wandiger.

Ich finde dieses Plug-In sehr übersichtlich und toll integrierbar in den Blog. Es ist zwar meines Wissens noch BETA, aber es funktioniert ganz gut und ohne Probleme bisher. Ihr müsst dieses Plug-In aber herunter laden und dann per Upload auf den Blog ziehen.

Zur Plug-In-Seite: SiN-SocialShare

Das war nun erst einmal die Einstiegsübersicht für den Blog. Es gibt eine ganze Reihe weiterer Plug-Ins und Ihr werdet sehen, dass die Anforderungen an Euch selbst steigen werden.

Bei mir kam recht schnell noch die Post-Teaser oder die Similar Posts Plug-Ins dazu. Das werde ich aber in einem anderen Serienteil beschreiben.

Damit habt Ihr erst einmal die Grundausrüstung.

Ausblick

Das war nun Teil 10 der Serie Der Blog-Start. Für mich heißt es nun im nächsten Schritt einige Inhalte zu entwerfen. Diese werde ich dann Online stellen. Da es im nächsten Teil um SEO, also die Suchmaschinenoptimierung, gehen soll, benötige ich erst einmal einige grundlegende Dinge wie Content. Sonst kann die Suchmaschine nichts finden.

Die Serie


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4 Kommentare

  • Hi Stefan,
    ich halte von den vielen Plugins auch recht viel und habe auf meinen beiden WordPress-Blogs jeweils 34 Plugins im Einsatz, die ich dann zum effektiven Arbeiten mit WordPress auch brauche. Ich kann noch solche wie WordPressSEO, CommentLUV, SMU manual doFollow und Basic comment Quicktags empfehlen.

    Bei den Plugins muss man auch ein wenig aufpassen und immer darauf achten, dass diese mit der aktuellen WordPress-Version kompatibel sind. Die Pluginentwickler sind aber auch recht zackig und daten eigene Plugins recht zeitnah up. Das liebe ich an WordPress.
    Alex L kürzlich veröffentlicht…Ambrosini Accessoires im Shop bei Liebrecht.ccMy Profile

  • Danke für den Artikel!
    Echt sehr Hilfreich für Leute wie mich, welche echt nicht so viel mit WordPress am Hut haben, sich dennoch durchfuchsen wollen, aber denen es einfach schwer fällt!
    Super gut Erklärt :) Habe dadurch vieles Geschafft.

    Grüße Dorothea

  • Tolle Starthilfe, ich stell mich manchmal an wie der letzte Mensch. Ich hab das Hochladen nicht gefunden und bin fast verzweifelt!
    Danke für die Tipps :)

  • Ich persönlich finde noch das Plugin “WP No Category Base” sehr gut. Ein kleines schlankes Plugin, welches den TAG >>category<< aus der URL entfernt. Nutze dieses Plugin schon sehr lange und hatte bisher nie Probleme. Das zweite Plugin, welches ich noch empfehlen kann ist "WordPress Ping Optimizer". Normalerweise pingt WordPress bei jedem Beitragsupdate. Verändert man häufig Beiträge oder ergänzt diese, filtert dieses Plugin den betreffenden Beitrag heraus und unterbindet ein neuerliches pingen seitens WordPress.

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