Auswertung meines April-Experimentes

Heute ist der erste Mai und mein Aprilexperiment (April-Experiment: Seitenaufrufe im Blog steigern) ist damit abgeschlossen. Nun gilt es die Daten zu analysieren und sich einmal Gedanken darüber zu machen, wie das Experiment wohl gelaufen ist.

Ich hatte ja zwei definierte Ziele. Zum einen wollte ich jeden Tag im April ein Update schreiben und zum anderen war das Ziel 5.000 Seitenaufrufe im Blog zu erreichen. Leider konnte ich beide Ziele nicht ganz erreichen. Trotzdem war das Experiment kein Misserfolg. Ich habe viel gelernt und kann daher von dem kleinen Experiment profitieren.

Lest hier, wie das Experiment so lief und was Ihr vielleicht auch daraus lernen könnt.


Kurze Beschreibung

Starten möchte ich mit einer kurzen Beschreibung und den puren Zahlenwerten zu dem Experiment.

Wie oben schon erwähnt ging es darum 5.000 Seitenaufrufen auf dem Blog zu erhalten. Außerdem wollte ich jeden Tag ein Update in den Artikel setzen und mich intensiv mit dem Blog beschäftigen.

Den genauen Zahlenverlauf könnt Ihr in dem ersten Artikel zu dem Experiment nachlesen – April-Experiment: Seitenaufrufe im Blog steigern.

Hier kommen die Abschlusszahlen zur Übersicht:

Besuche im April: 1.731
Eindeutige Besucher: 1.232
Seitenaufrufe 3.456

Ihr seht also an den Zahlen das ich die Seitenaufrufe nicht geschafft habe. Mir fehlten genau 1.544 Seitenaufrufe bis zum Ziel. 

Das zweite Ziel war es ja jeden Tag ein Update im Hauptartikel zu schreiben.

Auswertung und Analyse

Für die Auswertung und die Analyse verwende ich Google Analytics. Hier erhält man eine Vielzahl an Kennwerten.

Anfangen tue ich hier immer gern mit dem Vergleich zum Vormonat.

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Schaut man sich den grafischen Verlauf der Seitenaufrufe über den Monat an, dann sieht man eine leichte Steigerung. Trotzdem ist das Besucherverhalten recht konstant über den Monat. Ich habe ungefähr gleich viele Artikel im Monat März (19) und im April (20) geschrieben.

Ausreißer gibt es hier keine. Von daher kann man diese beiden Monate gut gegenüber stellen.

Analysiert man nun die reinen Zahlenwerte, dann sieht man eine Steigerung gegenüber dem Vormonat von 17,67% in den Seitenaufrufen.

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Ich kann also mit dem Monat April sehr zufrieden sein.

Effekte in dem Experiment

Natürlich habe ich mir unter dem Monat das Experiment immer wieder vorgenommen. Es sind einige Effekte aufgetreten, die ich hier gern beschreiben will. Aus diesen Effekten kann man sehr gut lernen.

Tägliche Updates

Die täglichen Updates waren ja eines der Ziele. Hier muss ich sagen, dass dies eher eine Disziplinaufgabe ist. Leider lässt sich schwer planen, was man in einem Monat so alles tut. Bei mir waren es z.B. drei größere Geschäftsreisen, die dieses Ziel haben scheitern lassen.

Ich mag ja Experimente, aber allein mit dieser Tatsache, werde ich sehr vorsichtig sein, bei Experimenten, bei denen ich nicht abschätzen kann ob ich Zeit dafür habe oder nicht.

Gelerntes: Wer solche Aktionen im Blog vorhat, sollte sich darüber im klaren sein, dass man nicht immer wissen kann, wie etwas in Zukunft läuft. Wer nicht gerade Hauptberuflich bloggt und sich daher die Zeit frei einteilen kann, der sollte die Finger von täglichen Aktionen oder Live-Bloggen lassen. Ich für meinen Teil weiß nun, dass ich bei solchen Aktionen vorsichtig bin. Schließlich will ich das halten, was ich verspreche und nicht meine Leser, also Euch, enttäuschen.

Auswertung (stündlich)

Bei Google Analytics gibt es die Möglichkeit eine Auswertung nicht nur nach Tagen, Wochen oder Monaten durchzuführen, sondern man kann sich den Besucherverlauf auch Stündlich ausgeben lassen. Ich habe mir das über den Monat angeschaut und einige Dinge festgestellt. Hier kommt erst einmal die Grafik zur stündlichen Auswertung.

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Ich habe mir mal die Arbeit gemacht und für die 30 Tage die Maxima aus der Stundenauswertung herausgesucht. Das ist natürlich nicht Repräsentativ, zeigt aber deutlich wo die Reise hingeht.

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Hier sieht man also wann man keine Beiträge veröffentlichen braucht und wann es am besten ist. Zwischen 13 und 14 Uhr scheinen viele Online zu sein. Das kann daran liegen, dass die natürlich Mittagspause vorbei ist, man an den Arbeitsplatz zurück kehrt und dann auf einige Seiten surft bevor es mit der Arbeit weiter geht.

Ansonsten scheint der Vormittag mit 11 Uhr am stärksten zu sein. Das kann aber auch eine Ungenauigkeit sein. Hier würde ich eher annehmen, dass das Hoch zwischen 8 und 9 Uhr liegt. Ich müsste das aber noch einmal untersuchen.

Tipp: Man sollte auch einmal sein eigenes Surfverhalten auf Arbeit oder auch im Büro betrachten. Was tut man selbst zu welches Zeit. Daraus lassen sich viele Sachen schließen, die einem beim Bloggen helfen können. Ich z.B. werde meine automatisch veröffentlichten Artikel eher in die Mittagszeit legen. Bisher habe ich diese immer um 8:00 Uhr veröffentlicht. Ein leicht späterer Zeitpunkt kann hier helfen. Weiterhin werde ich meine Tweets und Posts bei G+ und Facebook auf den Nachmittag konzentrieren. Hier scheinen die meisten Online zu sein und aktiv zu lesen. Ein kleiner Hinweis auf Artikel kann hier zu neuen Besuchern führen.

Nebeneffekte

Was ich persönlich festgestellt habe ist, dass mich das Experiment immer wieder an meinen Blog erinnert hat. Ich habe mich also täglich mit dem Experiment beschäftigt, auch wenn ich nicht immer das Update geschrieben habe.

Das brachte mich auf neue Ideen und dadurch habe ich im letzten Monat auch den ein oder anderen Artikel geschrieben.

Tipp: So ein Experiment ist zwar anstrengend, aber kann es jedem Empfehlen. Man kann dadurch seine Gedanken sehr konzentriert auf seinen Blog legen und merkt plötzlich was man alles tun kann.

Fazit

Ich habe zwar mein Ziel nicht unbedingt erreicht, aber ich habe unheimlich viel gelernt. Nicht alles konnte ich hier im Blogartikel beschreiben, aber die Hauptmerkmale konnte ich sicherlich herausarbeiten.

Ich finde es sehr interessant sich mit der Materie zu beschäftigen. Es macht nicht nur Spaß, sondern bringt einen auch weiter. Die Detaillierte Exceltabelle aus dem Hauptartikel werde ich mir aufheben und das Experiment werde ich zu gegebener Zeit wiederholen. Vielleicht dann ja schon mit einer höheren Anzahl an Seitenaufrufen.

Das Ziel war vielleicht ein wenig hoch gesetzt. Ich persönlich halte aber nichts davon seine Ziele zu reduzieren, weil man diese nicht erreicht. Mir ist es lieber ein Scheitern zuzugeben und daran zu arbeiten es bei nächsten mal besser zu machen, als sich selbst in die Tasche zu lügen und zu sagen: “Ich habs geschafft”. Nein, das hat man nicht, wenn man sein Ziel anpasst und nach unten korrigiert.

Ich mache es auf jeden Fall wieder!


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3 Kommentare

  • Schade, daß es hier im Blog nichts neues gibt. Ich habe fast alle Artikel gelesen und eine Menge Inspiration erhalten. Bin eben noch ein D-Blogger.
    Aber vielleicht kommt noch eine Antwort zu den Kommentaren, denn eine Frage habe ich zu diesem Experiment:
    Du hast nun, wie ich das verstanden habe, (fast) jeden Tag ein paar Sätze zugeschrieben, nur bei einiem einzigem Beitrag. Die Updates, meine ich.
    Und das soll einen Blog nach vorne bringen?
    Kann das die Position wirklich verbessern?
    Wäre nicht jeden Tag ein kurzer Beitrag günstiger?

    • Hallo Harald,

      nein, das Updaten eines Blogbeitrages kann einen Blog nicht nach vorn bringen. Darum ging es auch nicht in dem Experiment. Es ging ja eher darum ein Netz drum herum aufzubauen um diesen Artikel zu pushen. Um einen Blg voran zu bringen, bedarf es schon einiges mehr und leider ist es meinem Zeitmangel zu schulden gewesen, dass ich mich hier nicht mehr um den Blog kümmern konnte. Ab heute wird sich das wieder ändern, da meine berufliche Situation geändert hat. Ich werde aber davon bald hier berichten.
      Ich hoffe du liest dann weiterhin alle meine Artikel. Bis bald
      Liebe Grüße
      Stefan

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