Der Blog-Start – Rechtliches zum Bloggen (Teil 7)

Wer im Internet eine Webseite betreibt oder wie in unserem Fall einen Blog aufbaut, muss sich auch hier an die rechtlichen Grundlagen halten.

Das Internet ist kein rechtsfreier Raum und auch hier gelten bestimmte Regeln, die ein Blogger kennen und beachten sollte.

Wer dies nicht tut, läuft Gefahr in eine Abmahnung oder schlimmer in einen Strafprozess zu geraten. Nun muss ich aber gleich einschränken, wenn man sich an die Regeln hält, dann passiert einem auch nichts weiter.

Ich habe bisher noch keine Abmahnung erhalten, trotzdem oder vielleicht weil ich mich an die Regeln halte.

Dieser Artikel aus meiner Blog-Start-Serie soll Euch also Helfen von Anfang an die richtigen Schritte zu tun. Ich bin mir sicher das es zu diesem Thema noch viel mehr zu Schreiben gibt, aber es soll einen Anfang darstellen.


Rechtliches zum Bloggen

Wie oben schon geschrieben ist das Internet kein rechtsfreier Raum. Beleidigungen oder Bilderklau wird auch hier durch die Behörden verfolgt.

Daher sollte man einige Dinge beim Bloggen beachten. Wer darauf achtet hat wenig zu befürchten und so viele Regeln sind es nun auch wieder nicht.

Das Impressum

Vorgeschrieben ist ein Impressum ab dem Zeitpunkt wo der Betreiber Geld verdienen möchte mit seiner Webseite.

Ich empfehle aber jedem ein Impressum anzulegen, da dieses nicht nur rechtlich davor schützt, dass man ja Angibt wer man ist, sondern einige andere Details enthält.

Da man ja nun selbst nicht wirklich mit dem Inhalt eines Impressum vertraut ist, kann man dies auch im Internet generieren lassen.

Tipp: Impressum-Generator auf eRecht24

Das Impressum sollte dann von der Hauptseite erreichbar sein.

Datenschutz

Der Datenschutz spielt im Internet eine sehr große Rolle. Hierbei geht es darum, was man über den Besucher sammeln darf und was nicht.

Damit der Besucher auch über bestimmte Inhalte informiert wird, kann man diese in das Impressum einbauen. Der Impressum-Generator (siehe oben) fragt so etwas dann auch ab.

Zum Beispiel ist es noch nicht ganz rechtl. geklärt ob man Google Analytics im Blog einsetzen darf oder nicht. Dieser Dienst sammelt sehr viele Daten über die Besucher und niemand weiß was Google damit tut. Daher sollte man sich als Blogger absichern und zumindest diese Datensammeldienste in der Datenschutzerklärung erwähnen.

Bilder, Videos und Texte

Bilder und Videos sind im Internet der häufigste Abmahngrund. Daher achtet darauf, dass Ihr nicht einfach Bilder aus dem Netz verwendet und diese in Euren Blog einbaut. Das kann sehr problematisch werden.

Ich verwende zum Beispiel die Stockfotografie-Plattform Fotolia* und kaufe dort meine Blog-Artikelbilder. Weiterhin schieße ich natürlich eigene Bilder mit meiner Kamera. Da habe ich keine Probleme.

Ansonsten kann man z.B. bei Wikipedia schauen unter welcher Lizenz die Bilder stehen. Dann kann man diese unter bestimmten Umständen verwenden.

Auch bei Texten gilt das Copyright. Wer einfach Texte klaut und diese in seinen Blog kopiert, kann rechtliche Probleme bekommen.

Beleidigungen

Auch im Internet gelten Beschimpfungen als Beleidigung und spiegelt einen Straftatbestand wieder.

Passt also auf, wenn Ihr über eine Firma oder eine Person schreibt. Solange Ihr dies nicht beleidigend tut, kann niemand etwas sagen.

Sobald Ihr aber ausfallend werden und Beschimpfungen oder ähnliches verwendet, könnt Ihr in richtige Probleme geraten.

Wenn Ihr mal enttäuscht von einer Firma seit und das im Blog öffentlich verkündet, dann passt auf das Ihr keinen Betrug oder sonstiges unterstellt. Auch wenn Ihr Euch persönlich betrogen fühlt, muss man Betrug beweisen und das wird dann ärger geben.

Jugendschutz

Auch auf den Jugendschutz solltet Ihr achten. Der Blog ist frei zugänglich und Bilder oder Videos einzustellen, die dem Jugendschutz unterliegen kann zu erheblichen Ärger führen.

Es darf rechtlich nicht alles öffentlich gemacht werden und vor allem wenn Ihr pornografische Inhalte postet, dann muss das abgesichert werden. Meistens durch einen Altersnachweis oder anderes.

Links und Kommentare

Bei Links müsst Ihr aufpassen. Ihr seit zum Teil mitverantwortlich wenn Ihr Links auf Seiten setzt, die den rechtlichen Bestimmungen wiedersprechen.

Hier kann man sich über das Impressum absichern. Dort sollte ein entsprechender Passus enthalten sein, bei dem Ihr Euch von verlinkten Seiten und deren Inhalten distanziert.

Man kann natürlich nicht ständig alle Links kontrollieren und diese abprüfen ob Sie noch auf Seiten verlinken, die rechtlich nichts anstößiges enthalten. Sobald Ihr aber erfahrt, dass sich ein Link in dieser Richtung geändert hat, müsst Ihr reagieren.

Kann man Euch nachweisen, dass Ihr das wusstet, dann seit Ihr auch verantwortlich für diese Links.

Bei Kommentaren wird die ganze Sache nun grenzwertig. Hier hat man natürlich wenig Einfluss und vor allem, wenn ein Kommentator schon einmal freigeschaltet wurde.

In meinen Blogs ist das so eingerichtet, dass war jemand der schon einmal freigeschaltet wurde nun nicht mehr erneut Freigeschaltet werden muss, aber sobald er Links im Kommentar verwendet, muss ich den Kommentar prüfen.

Auch hier gilt das gleiche wie bei den Beleidigungen. Sollte hier jemand ausfallend werden, dann behalte ich mir das Recht vor diesen Kommentar auch zu löschen. Schließlich habe ich in meinem Blog Hausrecht und darf Kommentare zulassen oder herausnehmen. Das kann zwar auch mit den Leuten zu Problemen führen, aber lieber lasse ich mir Vorwerfen, dass ich Kommentare lösche, als rechtliche in Bedrängnis zu geraten.

Werbung

Wer mit seinem Blog auch Geld verdienen möchte, kommt um das Schalten von Werbung nicht herum. Hier achtet darauf das die Werbung gekennzeichnet wird.

Bei mir findet Ihr ein * hinter Werbelinks in Artikeln und den Hinweis im Blog, dass es sich dabei um eine Werbung handelt.

Wer Google Adsense Werbung schaltet ist hier schon einmal raus, da Google selbst diese Banner als Werbung markiert.

Achtet darauf das Ihr den Besucher nicht täuscht. Offenheit kommt hier nicht nur weiter, sondern sichert Euch auch rechtlich ab.

Fazit

Als Blogger muss man sich mit dieser Thematik beschäftigen. Man sollte das nicht einfach abtun. Links auf Raubkopierseiten oder der Bilderklau kann zu erheblichen Problemen führen.

Auch die Markenrechte zu verletzen oder Beleidigungen können schnell zu einer Abmahnung führen.

Diese Aspekte sollten aber niemanden vor dem Bloggen abschrecken. Man sollte aber auch nicht die Augen verschließen. Auch hier gilt der Spruch:

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht

Also beachtet diese paar Regeln und Ihr seit auf der sicheren Seite und braucht Euch wenige Gedanken zu machen.

ToDo

Erstellt Euch mittels des Generators ein Impressum und baut dieses in den Blog ein. Erstellt einfach im Blog eine Seite mit dem Hinweis Datenschutz/Impressum und tragt dort alle wichtigen Dinge ein.

Achtet darauf, dass Ihr auch Absätze für Facebook/Google+ oder Google-Analytics mit aufnehmt. Auch wenn man noch keine Facebookseite zu dem Thema hat, sollte man diese sozialen Netzwerke mitnehmen. Wir kommen in Teil 13 noch einmal auf die Netzwerke zu sprechen.

Ausblick

Im 8 Teil der Blog-Startserie wird es im die Inhaltsplanung gehen. Hierbei wird eine Strategie entwickelt, wie man die Inhalte des Blog planen kann und wie man Artikel aufbauen sollte, damit diese auch von den Besuchern gelesen und kommentiert werden.

Dieser Schritt ist im Bloggerdasein sehr wichtig. Nicht nur neue Artikel sorgen für Besucher, sondern auch wiederkehrende Artikel oder Serien sind wichtig.


Die Serie

 


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