Lohnt es sich zu Bloggen?

Vor kurzem habe ich hier in meinem Blog eine eigene Blog-Parade gestartet. Diese ist, meiner Meinung nach, ein großer Erfolg geworden und hat bis heute 10 teilnehmende Blogger dazu bewegt einen Artikel zur Parade zu schreiben.

Einer dieser Blogger war Martin Grünstäudl und kurzer Hand hat er eine ebenso interessante Blogparade ins Leben gerufen. Die Blog-Parade von Martin trägt das Thema “Bringt Bloggen überhaupt noch was?”.

Ja, die Frage ist leicht provokativ, aber es lohnt sich einmal Gedanken darüber zu machen und zu versuchen eine Antwort auf die Frage zu finden.

Das möchte ich mit diesem Beitrag gern tun.

Bevor man nun aber an die Beantwortung dieser Frage geht, sollte man sich einige Gedanken zum Bloggen selbst machen.

  • Warum Blogge ich?
  • Welche Ziele verfolge ich mit meinem Blog?
  • Warum tue ich mir diese ganze Arbeit an?
  • Was gefällt mir am Bloggen?
  • Was ist der Unterschied zu den sozialen Medien wie Facebook, Google+ oder Twitter?

Das sind einige Fragen die ich mir im Zusammenhang mit dem Bloggen stelle.

Warum Blogge ich?

Ich persönlich Blogge, weil ich mich gern mitteile. Ich beschäftige mich gern mit unterschiedlichen Themen und war schon im Studium so, dass ich gern darüber gesprochen habe. Ich diskutiere gern und lasse mich auch immer mal wieder eines besseren Belehren. Ich habe festgestellt, dass ich effektiver Lerne, wenn ich mit Menschen über ein Thema rede.

Nun kann man das in seinem Freundes- oder Kollegenkreis auch tun, aber nicht alle haben die gleichen Interessen. So ist es zum Beispiel etwas schwierig mit Freunden und Kollegen über das Internet zu sprechen, wenn diese sich eher weniger damit Beschäftigen.

Beim Bloggen sieht es ähnlich aus. Ich kenne keinen Blogger in meinem Freundesumfeld und daher verlagere ich kurzer Hand die Diskussion dahin, wo die Menschen sind, die dem Thema ebenso verfallen sind wie ich es bin.

Ich Blogge also, weil ich Blogge und Menschen kennen lerne, die ebenfalls Bloggen.

Na gut, ganz so extrem ist es nicht. Bloggen ist meiner Meinung nach eine Passion, ein Hobby und eine Aufgabe die Spaß macht. Es gefällt mir sehr die Artikel auszuarbeiten.

Welche Ziele verfolge ich mit meinem Blog?

Es gibt mehrere Ziele, die ich mit meinen Blogs verfolge. Diese werden auch bei jedem Blogger unterschiedlich ausfallen.

Ich Blogge zum Beispiel auf meinem Hobby-Blog um andere Menschen mein Thema näher zu bringen. Dort ist also das Ziel, so viele Menschen wie möglich zu erreichen.

Mit diesem Blog verfolge ich das Ziel meine Erfahrungen zu sammeln und zu bündeln. Dieser Blog ist eher als Experimentblog zu sehen. Ich logge hier also meine Experimente und Erfahrungen mit.

Ich konserviere diese also. Und natürlich kommt die Monetarisierung dazu. Ich möchte für mich herausfinden, ob es möglich ist, Geld im Internet zu verdienen und zwar nicht irgendwelche Cent-Beträge, sondern schon ganz konkret die Beträge, die man auch zum Leben bräuchte.

Warum tue ich mir diese ganze Arbeit an?

Diese Antwort habe ich oben schon beantwortet. Einfach weil es mir Spaß macht. Natürlich gibt es immer wieder Phasen, wo ich keine wirkliche Lust habe zum Bloggen, aber auch das betrachte ich gern einmal von Außen.

Wer das Ziel hat, auch mal den ein oder anderen Euro zu verdienen muss sich im klaren sein, dass Bloggen Arbeit ist. Es gehört viel Ausdauer dazu.

Seit dem ich vor 6 Jahren mit dem Bloggen begonnen habe, habe ich z.B. viel über mich selbst gelernt. Es ist viel passiert und ich habe immer mal wieder die Frage gestellt, die Martin so schön auf den Punkt bringt: Lohnt sich das überhaupt noch?

Was gefällt mir am Bloggen?

Auch das habe ich in der ersten Frage schon beantwortet. Das Bloggen selbst ist das was mir gefällt. Es ist die Bearbeitung des Blogs auf technischer Ebene, aber auch das Recherchieren für neue Artikel. Das Ausdenken von bestimmten Experimenten und diese dann zu verfolgen und als neuen Artikel in den Blog zu stellen.

Auch der Austausch mit anderen Bloggern und Blog-Lesern ist mir wichtig. Es freut mich jedes mal wenn ein neuer Kommentar erscheint und der ein oder andere Kommentar hat mich schon des Öfteren zum Nachdenken gebracht.

Was ist der Unterschied zu den sozialen Medien wie Facebook, Google+ oder Twitter?

Nun zu meiner letzten, an mich selbst, gestellten Frage.

Oben kann man gut herauslesen, dass die Kommunikation zwischen den Menschen mit gleichen Interessen wichtig ist und es zum direkten Nutzen für mich selbst beim Bloggen beiträgt.

Ja, ich könnte das sicher auch in Foren oder den sozialen Medien haben. Facebook & Co. sind dafür gut geeignet. Aber wo könnte ich Tipps ausprobieren?

Der Blog bietet mir hier mehr Möglichkeiten mich auszuleben. Er ist nicht so extrem schnelllebig wie diese Medien. Bei Twitter verliert man einen Tweet innerhalb von Sekunden oder Minuten. Bei FB und Google+ dauert es vielleicht ein paar Stunden. Aber auch dann ist die Information weg.

Außerdem kommt dazu, dass ich doch nur recht eingeschränkt meine Gedanken in Form eines Artikel gießen kann. Zu viel Text dort wird gar nicht gelesen oder erreicht einfach die richtigen Menschen nicht.

Ich bin gern in diesen Netzwerken unterwegs, aber für mich sind es nur Werkzeuge. Der Blog ist meine Internetheimat und dort fühle ich mich zuhause.

Das kann mir kein FB-Profil oder eine Google+-Seite bieten.

So, damit habe ich meine eigenen Fragen beantwortet. Sicher kann man noch tausende weitere Fragen stellen und auch viel mehr zu meinen Fragen schreiben.

Aber ich nehme hier ja an einer Blogparade teil und daher möchte ich gern die Frage zur Blog-Parade beantworten.

Bringt Bloggen überhaupt noch was?

Ich mache es kurz: JA!

Es bringt mir unheimlich viel und wenn ich meine Erfahrungen weiter geben kann oder Denkanstöße im Netz verursache, dann müsste ich die Frage umso lauter mit JA beantworten.

Bloggen bringt viel. Menschlich gesehen, aber auch vom Geld verdienen her, kann sich Bloggen lohnen. Mein Aufruf an die Gemeinde ist einfach: Macht einen Blog auf!

Martin, ist Deine Frage beantwortet?


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8 Kommentare

  • Ein interessantes Thema, welches man immer wieder in regelmäßigen oder unregelmäßigen Abständen in Blogs liest.

    Diesmal habe ich mir auch erlaubt meine Gedanken nieder zu schreiben.

    Ich jedenfalls bin ebenfalls der Meinun das blogge was bringt.

    Wer möchte kann unter dem nachfolgenden Link meine Gedanken zu diesem Thema lesen:
    http://www.tbtip.de/blog/?post/Bloggen-was-bringt-das/10/03/2013

  • Hallo Stefan!

    Vielen Dank für deine Teilnahme und deinen ausführlichen Artikel.

    Ja du hast recht, meine Frage ist leicht provokativ. Das ist so beabsichtigt um möglichst viele Blogger aus der Reserve zu locken :)

    Liebe Grüße
    Martin

  • Hallo,
    ein sehr schöner und lesenswerter Artikel wurde hier publiziert und ich habe es sehr gerne durchgelesen. Ich blogge ebenfalls, weil es mir viel Freude bereitet und ich meine eigenen Erfahrungen unterwegs im Web mit anderen teilen kann. Das bloggen macht das Webdasein um eniges effektiver und man kann damit auch grösseren Projekte starten und auf diese aufmerksam machen. Das Bloggen bietet auch ein gutes Fundament, um Gleichgesinnte kennenzulernen. Betreibt man ein eigenes Blog im Web und schon ist man präsenter im Internet.

  • Aus dem ausführlichen Statement zum Bloggen möchte ich gerne die sozialen Netzwerke rausgreifen und ergänzen. Sascha Lobo nannte sie in einem Beitrag “Datenburgen” und trifft hier den Kern.
    Ein Austausch findet in ziemlich eng definierten Grenzen statt, selbst wenn Kontaktliste groß erscheint, so sind es doch immer dieselben Leuten, die auf Beiträge zugreifen. Selbst wenn man sich nicht scheut Beiträge öffentlich zu posten, bleiben sie in dem jeweiligen sozialen Netzwerk. Xing macht hier ein kleine Ausnahme, aber dort findet immer weniger inhaltlicher Austausch statt.

    Blogs werden aber auch von Besuchern gelesen, die in keinem sozialen Netzwerk sind. Der Betreiber bleibt Eigentümer seiner Bilder und Gedanken und tritt keine Rechte an irgendein Unternehmen ab.

    Deshalb halte ich Blogs zur Informationsverbreitung wesentlich wichtiger als soziale Netzwerke. Diese sind natürlich auch eine gute Ergänzung zu den Blogaktivitäten.

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