Google Adsense: Was ist der Seiten-CTR, CPC und RPM

Die meisten Foren, Webseiten und auch Blogger verwenden Google Adsense als Werbeplattform für den Blog. Um aber effektiv Werbung auf dem Blog schalten zu können, sollte man die Kennwerte von Google-Adsense kennen.

Nicht nur die Seitenaufrufe, Einnahmen und die Klicks sind wichtig, sondern auch der Seiten-CTR, CPC und der Seiten-RPM können gute Kennwerte für die Optimierung sein.

In diesem Artikel möchte ich erklären, was diese Werte bedeuten und vor allem auch wie man diese zu deuten hat.

Google Adsense ist die größte Werbeplattform im Internet und man sollte sich mit der Plattform beschäftigen. Egal welche Plattformen man aber verwendet, finden sich die hier im Artikel beschriebenen Kennwerte wieder.

Daher möcht ich diese Kennwerte beschreiben und mittels Beispielen aufzuzeigen wie diese Kennwerte zu lesen sind.

Da Google es nach den Richtlinien verbietet diese Kennwerte offen zu legen, werde ich hier Fantasiewerte verwenden. Diese haben weder etwas mit der Realität noch mit meinen eigenen Blogseiten gemeinsam.

Kennwerte anschauen

Wer in sein Google Adsense-Konto schaut, findet dort auf der Startseite die Übersichtstabelle.

Je nachdem wie man seine Anzeigen in der Webseite aufgebaut hat, kann man hier schon viel herauslesen.

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Hier ist meine Liste immer auf den aktuellen Tag eingestellt. Ich schaue also 1-2mal am Tag in diese Übersicht. Unterwegs tue ich dies übrigens mit dem iPhone-App AdsenseHQ. Beschrieben habe ich das App in diesem Artikel: 5 kostenlose iPhone-Apps für Google’s Adsense

Man kann sich auch die Übersicht für die vergangenen 30 Tage oder einen spezifischen Zeitraum einstellen.

Diese Liste möchte ich einfach einmal durchgehen.

Seitenaufrufe

Bei den Seitenaufrufen zählt Google Adsense hier nicht die wirklichen Seitenaufrufe, sondern das sind die Impressionen wie oft eine Werbeanzeige eingeblendet wird.

Hat jemand z.B. einen Ad-Blocker aktiv, dann werden diese Impressionen nicht mitgezählt. Dadurch wird hier immer eine geringere Anzahl stehen, als die Seitenaufrufe in Google Analytics zum Beispiel. Nur wer konsequent auf allen Seiten Werbung über Google Adsense schaltet, kommt hier auf ähnliche Impressionen.

Klicks

Die Spalte Klicks ist glaube ich schon selbstredend. Hier erscheint die Anzahl der Klicks auf Werbeanzeigen.

Da braucht man nicht viel zu beschreiben. Je höher die Anzahl der Klicks ist, desto mehr verdient man auch. Gut, das stimmt nicht zu 100%. Es gibt bei mir Tage, da liegen die Klick-Anzahlen doppelt so hoch wie am Vortag und die Einnahmen sind 1/4 so hoch wie am Vortag.

Das  liegt an den Programmen und den Werbekunden. Der Klick wird ja nicht fest vergütet, sondern ist Abhängig von der Google AdWords-Anzeige und dem Budget welches dort hinterlegt ist.

Seiten-CTR

Nun kommen wir aber zum Seiten-CTR. Dieser Kennwert heißt ausgeschrieben Click-Through-Rate. Im deutschen heißt dieser Kennwert Die Klickrate. Und damit kann glaube ich jeder etwas anfangen.

Es geht einfach darum, dass dieser prozentuale Wert aussagt, wie oft bei einer bestimmten Seitenaufrufanzahl auf eine Werbung geklickt wurde.

Hier ein Beispiel: Besitzt eine Webseite 100 Seitenaufrufe (Impressionen) am Tag und es wird 1 mal auf eine Werbeanzeige geklickt, dann liegt der Seiten-CTR genau bei 1%.

Schaut man sich den zugehörigen Wikipedia-Artikel an, dann wird man dort Lesen können das der CTR-Wert bei normaler Bannerwerbung zwischen 1-3% liegt (Wikipedia Click-Trough-Rate).

Dieser Wert wird häufig als Erfolgsfaktor einer Webseite ausgegeben. Hierbei muss man über Unterscheiden.

Bei Google gilt das PPC verfahren. Das heißt hier wird nach Klicks bezahlt. Viele Direktwerber wie Zanox oder Superclix haben aber Kampagnen die nach dem PPS oder PPL-Verfahren arbeiten. Bei diesen beiden Kampagnen wird erst nach einem Verkauf/Sale (PPS) oder nach der erfolgreichen Adressabfrage/Lead (PPL) bezahlt.

Der CTR-Wert kann bei solchen Kampagnen plötzlich sehr hoch sein, aber der Verdienst sehr gering. Das liegt dann nicht an dem Blog oder Webseite, sondern evtl. am Shop dahinter oder der Preis für das Produkt war zu hoch.

Den CTR-Wert kann man also nicht rein als Erfolgsfaktor sehen. Er kann aber sehr gut verwendet werden um den Blog zu Optimieren.

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Ich habe zum Beispiel im Januar und Februar sehr viel Experimentiert und meinen CTR-Wert deutlich steigern können. Dabei spielten Position und Größe der Anzeige eine Rolle. Das lässt sich natürlich nicht nur an den Klicks sehen, sondern auch am CTR-Wert. Dieser ist sogar etwas besser geeignet, da er Quais einem normierten Wert entspricht. Würde ich z.B. meine Impressionen von einem Monat auf den nächsten steigern, dann steigen auch die Klicks. Evtl. ist der CTR-Wert aber geringer, da das Verhältnis schlechter geworden ist.

Ein Beispiel:

Im Januar hatte ich 1200 Impressionen und 40 Klicks auf meiner Beispielseite.
Im Februar waren es 3420 Impressionen und 80 Klicks.

Sowohl die Klicks sind gestiegen, als auch die Einnahmen. Doch ist die Adsense-Werbung besser geworden?

Die CTR-Werte sehen so aus: Im Januar hatte ich einen CTR-Wert von 3,33%. Im Februar lag dieser nur noch bei 2,34%. Ihr seht also, hier kann man sich schon mal täuschen wenn man nicht mit dem CTR-Wert arbeitet. Lieber wären mir konstante 3,33% oder besser noch steigend.

CPC

Der CPC-Wert wird als Cost-per-Klick bezeichnet. Hier wird also angegeben, was man pro Click im Durchschnitt bekommen hat.

Ich verwende diesen Wert recht selten. Ich habe zwar gehört, dass man auch auf diesen hin Optimieren kann, aber das habe ich bisher nicht verfolgt.

Da dieser Wert aber sehr stark von den Anzeigen abhängt und auch von den Tageszeiten der Klicks und wann welche Anzeige geschaltet wird, lässt sich hier schwierig eingreifen.

Ich habe hier mal eine Grafik meines CPC-Wertes eingeblendet. Die beiden Kurven stellen den aktuellen und den Vormonat dar.

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Vergleicht man diese Grafik mit der oberen, dann sieht man, dass trotz meiner Optimierungen mal der eine Monat und mal der andere Monat dominiert. Das liegt an den Anzeigepreisen.

Seiten-RPM

Obwohl ich schon recht lange Google Adsense einsetze, habe ich dem Seiten-RPM oft keine Beachtung geschenkt. Das ist mit der Zeit anders geworden.

Der Seiten-RPM-Wert ist Umsatz pro 1000 Impressionen (Revenue per Thousand Impressions) und kann sehr gut für einen Forecast verwendet werden.

Hier wird also der aktuelle Wert ausgegeben, den man verdienen könnte, wenn man 1000 Impressionen auf dem Blog hätte.

Daher verwende ich zum Beispiel diesen Wert um im Vorfeld festzustellen, wie viel ich mit Google-Adsense verdienen könnte. Also ich bilde einen Forecast und probiere meine Blogs in diese Richtung zu trimmen.

Dieser Wert ist auch ein gutes Mittel um mal wirklich festzustellen, dass es nicht unbedingt einfach ist mit Werbung in Blogs viel Geld zu verdienen.

Ein Beispiel:

Nehmen wir mal an meine Seite hat 500 Seitenaufrufe (Impressionen) und mein Blog hat mir 0,5 € eingebracht, dann besitzt meine Seite einen Seiten-RPM-Wert von  1 €.

Die Rechnung ist einfach: (0,5 € : 500) * 1000 = 1 €

Halte ich also den CPC-Durchschnittswert und kann meine Besucherzahl verdoppeln, dann erhalte ich 2 € Umsatz.

Das kann man nun auch umdrehen und für einen Forecast verwenden.

Ich möchte im Monat 10 € Umsatz generieren und habe einen durchschnittlichen Seiten-RPM-Wert von 1,5 € (auf 1000 Impressionen), dann muss ich genau 6666 Seitenaufrufe generieren um diesen Umsatz zu erhalten.

Die Rechnung: (10 € * 1000) : 1,5 € = 6666 Impressionen.

Hier kann ich also feststellen wo ich mit meinem Blog hinmuss um einen bestimmten Umsatz zu machen.


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4 Kommentare

  • Mein Seiten-CTR liegt bei Durchschnittlich 12 %. Ich habe aber auch ca. 400 Youtube Videos laufen. 1 % erscheint mir zu wenig, das hatt ich nicht mal am Anfang. Es waren anfänglich immer so ca. 3 %, das steigerte sich. Auch mein RPM ist von 3 € pro tausend Aufrufe auf ca. 5 € gestiegen. Jetzt lohnt es sich langsam, hat aber 1 Jahr gedauert und viel Arbeit gekostet.

    LG Kati.

  • Ich habe im Moment auch drei Nischenseiten bzw. erstelle diese gerade! Meine Haupteinnahme Quelle soll adsense und Affiliate mit Amazon sein! Leider habe ich ein bishen Angst, dass jemand absichtlich auf meine adsense Werbung klickt und ich dadurch gespert würde.

    Weist du wie hoch der RPM sein muss, bevor es Probleme mit googel gibt? Meiner ist im Moment bei 2,89€ und das finde ich perslönlich ziemlich hoch, weil die Seite habe ich erst seit wenigen Tagen (3Tage) beworen.

    Vielen dank

    PS. ist auch ein guter Artikel! Den hätte ich vor einem Monat brauchen können, als ich mit dem Bloggen angefangen habe… Zu Beginn wird man mit Fachausdrücken überrollt.

    • 2,89 € pro 1000 Impressionen geht doch. Google zieht hier aber zum sperren nicht nur den RPM zu rate. Es werden hier viel mehr Kennwerte ausgewertet. So mist Google auch ob jemand mehrfach auf Werbung klickt. Das würde viel schneller sichtbar werden.
      Illegale Klicks kann Google halt nur anhand von Werten herausfinden und dort besteht nur die Möglichkeit der Annahme. Wenn auf einer meiner Seiten jemand mit der selben IP innerhalb von 30 Sekunden auf 5 Banner klickt, dann kann das als illegale Klicks gewertet werden. Klick derselbe aber innerhalb von 10 Minuten auf 5 Banner, kann Google annehmen das die Werbung wohl gut gewählt war und genau diesen Benutzer anspricht.
      Du siehst also, wenn nicht jemand eine Klickorgie bei dir betreibt und das mehrfach sollte wenig passieren.

      Übrigens ist der Artikel schon sehr lange Online. Wärst Du mal früher vorbei gekommen. :-) Ich schreibe gerade an einzelnen Artikeln zu den Abkürzungen, was diese bedeuten und für was man sie verwenden kann. Schau mal auf die Startseite vom Blog, da wirst Du fündig.

      Viele Grüße
      Stefan

  • Zu aller erst Danke für die Antwort!

    Habe deinen Blog erst heute endeckt! Meist sind immer die gleichen Blogs bei google unter den Top 10! Wie ich gerade sehe, ist der Artikel aus dem Jahre 2013 und nicht 2014! Ich muss gestehen, dass ich oft immer noch denke wir hätten 2013 und nicht 2014 :)

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