Effektiv Werbung im Blog einbauen

Ich habe für einen meiner Blogs eine Werbeanfrage erhalten und feststellen müssen, dass die bisherige Werbung im Blog recht uneffektiv eingebaut war.

Um nun die neue Werbung im Blog zu platzieren, müsste ich einiges an Zeit investieren um den Werbeplatz ordentlich zu strukturieren. Dabei kamen einige Erfahrungen zusammen, die ich in diesem Artikel weitergeben möchte.

Lest hier wie man langfristig und effektiv Werbung in Blog einbauen könnt und woran man schon beim Blogstart denken sollte.

Ich möchte den Artikel damit beginnen, welche Möglichkeiten es gibt Werbung in einen Blog einzubauen und warum der einfachste Weg nicht immer der beste ist.

Hierbei werde ich mich auf die Artikelwerbung beziehen, da diese am erfolgreichsten funktioniert. Ich beschreibe also die Möglichkeiten wie man Werbe-Code in einen Artikel einbauen kann, um später auch noch flexible reagieren zu können.

1. Schritt zum Einbauen von Werbung

Jeder der mit seinem Blogprojekt startet und Werbung in einem Blog einbaut, wird sicherlich sehr schnell auf Google Adsense kommen. Ich habe diesen Dienst schon in meiner Artikelserie “Geld verdienen mit Werbung in Blogs” beschrieben und was dieser bringen kann.

Man kann sich also über Google-Adsense den Werbecode generieren und der einfachste Weg wäre wohl beim schreiben des Artikels diesen Code im Artikel mit einzubauen.

Bei dieser Möglichkeit gibt es aber entscheidende Nachteile.

  1. Unflexible: Wer diesen Weg geht wird schnell feststellen, dass es doch sehr unflexible ist den Werbecode direkt im Artikel einzubauen. Will man z.B. die Größe des Werbebanners ändern, dann muss man jeden Artikel anfassen und den Code ändern. Bei 10 Artikeln geht das noch, aber was ist wenn man 100 und mehr Artikel im Blog hat? Ihr seht, dann kann es recht aufwändig werden.
  2. Startseite: Wer den Code direkt im Artikel einbaut und Positionen oben im Artikel wählt, wird schnell sehen, dass der Code auch auf der Startseite angezeigt wird. Ich möchte das in meinem Blog zum Beispiel nicht. Das hat zwei Hintergründe. Erstens habe ich auf der Startseite in der Sidebar schon Code zu stehen und da man mit Google nur 3 Banner anzeigen kann, würde ich keine Banner mehr in der Sidebar sehen. Zweitens wäre es zu viel Werbung im Blog. Ich möchte also ganz explizit das die Besucher die Werbung nur sehen, wenn Sie auf die Artikel gehen.

Allein diese beiden Nachteile bedeuten, dass ich etwas brauche was mir die Flexibilität erhält und mich in die Lage versetzt Werbung gezielt steuern zu können.

2. Schritt – WordPress-Plug-In für Werbung verwenden

Nun gibt es eine Reihe an Plug-Ins die es mir erlauben solchen Code in die Artikel automatisch einbauen zu lassen. Ich verwende 2 Plug-Ins, die ich hier kurz ansprechen möchte.

1. Adsense Deluxe Revived 3.0

Dieses Plug-In setze ich auf meinem Astronomie-Blog ein. Hier kann man auf einfache Art und Weise Werbe-Codes erstellen und mittels einer kurzen Code-Zeile in den Artikel einbauen.

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In der Grafik könnt Ihr meine Werbedefinitionen sehen. Interessanter sind aber die Einstellungen rechts unten.

Dort kann ich global festlegen wo und auf welchen Seiten meine Codes angezeigt werden sollen. Ich habe zum Beispiel gesagt, dass diese Codes nur auf individuellen Seiten angezeigt werden sollen.

Damit steuert das Plug-In automatisch das die Werbeanzeige nur auf den Artikelseiten erscheint und nirgends anders. Weiterhin kann ich für die entsprechende Anzeige neuen Adsense-Code eingeben und habe damit gleichzeitig alle Artikelwerbungen geändert.

Die Anwendung des Plug-In gestaltet sich einfach. Auf dem Bild sieht man alle Eingabefelder.

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Mehr braucht man nicht tun.

Die oben beschriebenen Nachteile sind also damit aufgehoben. Zu Plug-In-Seite kommt Ihr hier: http://wordpress.org/extend/plugins/cbnet-mbp-auto-activate/

2. Quick Adsense

Auf diesem Blog hier verwende ich Quick Adsense. Auch ein Plug-In um Adsense-Code oder anderen Code einzubinden.

Bei diesem Plug-In kann man mehr Optionen setzen, was die Flexibilität wiederum erhöht. Außerdem ist der Short-Code zum einbauen der Werbung im Artikel sehr viel einfacher und kürzer.

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Ich kann hier also festlegen, welche Codes ich verwenden möchte und wie diese aussehen. Von den Allgemeinen Einstellungen verwende ich nur die Einstellung der Sichtbarkeit. Hier also im Artikel und auf Seiten.

imageWeiterhin wenn jemand nach Kategorien, im Archiv oder die Schlagwörter verwendet.

Einbauen tut man den Code dann in den Textfeldern.

Wichtig ist auch hier wieder, die Short-Codes zu verwenden um im Artikel den Werbeblock einzubauen.

Das erlaubt erst den Werbecode auch im Nachhinein für alle Artikel zu ändern.

Bei diesem Plug-In kann man aber noch die Position des Short-Codes angeben und wie groß der Abstand zum Text sein soll.

Hier könnt Ihr Euch das Plug-In anschauen: http://wordpress.org/extend/plugins/quick-adsense/

Auch mit diesem Plug-In sind damit beide Nachteile aufgehoben. Ich kann nun also einen Werbekunden dazu bringen mit sein Banner zur Verfügung zu stellen und könnte dieses Banner nun sowohl im ersten oder auch im zweiten Plug-In einbauen.

Wenn man nun aber einige Regeln bezüglich der Werbung hat, dann gibt es auch bei den beiden Plug-Ins Nachteilen.

  1. Zeitliche Werbung: Die meisten Webseiten stellen den Kunden einen zeitlich begrenzte Werbefläche zur Verfügung oder der Kunde fordert das von sich heraus. So wird häufig die Werbung monatlich Abgerechnet. Ich müsste also in einer Tabelle mitspeichern wann der Kunde gebucht hat und wann die Werbung ausläuft. Ich muss also per Hand die Werbung löschen oder ersetzen.
    Gut, durch das Plug-In wäre das nur 1 mal im Monat für alle Artikel durchzuführen. Schöner wäre aber eine Möglichkeit so etwas zu automatisieren.
  2. Rotationen: Jeder von Euch hat schon einmal etwas von Bannerblindheit gehört. Also in allen Artikeln ständig das gleiche Banner anzuzeigen würde sicherlich zu einer Bannerblindheit bei den Stammbesuchern führen. Da steht ja schließlich immer das gleiche. Daher biete ich bei der Artikelwerbung in meinen Blogs auch eine 50-50-Regel an. Das heißt ein Werbekunde bekommt 50% der Einblendungen in den Artikeln und ein anderer die anderen 50%. Falls es nur einen Kunden gibt, dann möchte ich halt mit Adsense wechseln.
  3. Einbau: Auch wenn ich nun den Einbau automatisiert und verbessert habe, muss ich immer noch in jedem Artikel den kurzen Code für die Plug-Ins setzen.
    Würde ich das vergessen, dann würde ich ja quasi Vertragsbruch begehen, da ich dann nicht in allen Artikel die gebuchte Werbung einsetze.

Was kann man also gegen diese Nachteile tun?

3. Schritt: Bannerrotation und Zeitplanungen

Im 3. Schritt möchte ich Euch noch einmal das Plug-In Adrotate vorstellen. Ich habe das vor langer Zeit hier im Blog schon einmal beschrieben (WordPress Plug-In AdRotate) und daher werde ich hier nicht so detailliert vorgehen. Aber ansprechen will ich es trotzdem.

Mittels AdRotate kann ich also zwei der drei Nachteile gut aufheben.

Ich habe nämlich hier die Möglichkeit Ads zu definieren und diese gleich mit einer Laufzeit zu belegen.

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Auf dem Bild sieht man nun, wie man so ein Add definieren kann. Ähnlich wie bei den anderen Plug-Ins kann man einen Namen vergeben und den Scriptcode einbauen.

Unten bekommt man dann den Short-Code zum einsetzen von Adrotate-Ads in Artikel.

Damit hat man die Funktionalität der beiden Ad-Plug-Ins von oben schon einmal abgedeckt. Flexibilität ist also gewährleistet.

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Durch eine leichte Bearbeitung des Ad-Codes kann man aber nun auch ein Clicktracking einbauen. Das ist ein wichtiger Faktor, den man benutzen kann um zu schauen, wie der Werbecode bei den Besuchern ankommt.

Dazu nimmt man die Aufruf-URL aus dem Werbecode und ersetzt diese durch einen Flag. Danach bindet man die URL in das obige Feld ein und schon kann man das Click-Tracking beobachten.

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Das Scheduling erfolgt dann über weitere Einstellungen. Hier gibt man an von wann bis wann der Code seine Gültigkeit hat. Und damit ist man eigentlich schon fertig.

Damit man das Rotationsproblem lösen kann, geht man nun nicht mehr auf die einzelnen Ads sondern auf die Gruppen. Man legt also als erstes zwei Ads an und definiert sich dann eine Gruppe.

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Ich kann nun also eine neue Gruppe anlegen, gebe dieser einige Einstellungen mit und definiere welches Ad angezeigt werden sollen. In der kostenlosen Version von AdRotate scheinen hier alle Ads einer Gruppe automatisch die Gewichtung von 1 zu bekommen. Mit der kostenpflichtigen Version kann man dies dann wieder einstellen.

Danach nehme ich mir nur noch den Gruppen-Code und baue diesen in den Artikel ein. Schon habe ich mein Rotationsproblem gelöst.

Schritt 4 – Einbau in den Blog

Nun haben wir so ziemlich alle Probleme gelöst. Wir haben Plug-Ins die uns die Flexibilität geben. Wir können den Werbecode beliebig ändern und das nur an einer Stelle für alle Artikel gleichzeitig in denen der Code eingebaut ist. Wir können die Zeitdauer festlegen und damit steuern wie lange Werbeanzeigen geschaltet werden und wir können sogar eine Rotation einbauen und der Werbeblindheit vorzubeugen.

Trotzdem müssen wir immer noch daran denken, dass der Werbecode bei jedem neuen Artikel eingebaut wird. Damit wir das nun auch loswerden, kommt hier die kurze Beschreibung wo man dies in seinem Theme einbauen muss.

Damit können wir uns dann komplett auf das schreiben von Artikeln konzentrieren und brauchen nicht mehr an die Werbung denken.

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In unserem WordPress-Backend gehen wir dazu auf Design und dann auf Editor. Dort öffnet sich nun die Source-Codeeinstellung unseres Designs.

Auf der rechten Seite sieht man alle Template-Dateien und in der Mitte die Sourcecodedarstellung.

Ich hatte das Ziel alle Seiten und nur diese zu behandeln. Das heißt ich Suche mir das Template für die Einzelseiten heraus. Je nach Sprache und Theme kann dieses Template unterschiedliche heißen. Schaut nach Seite, Einzelseite oder Singlepage. Meistens heißt die PHP-Datei single.php

Diese ist für die Ansicht der Einzelseite zuständig.

Klick dort drauf und Ihr erhaltet den PHP-Code für die Anzeige Eurer Artikel. Nun kann man an geeigneter Stelle den PHP-Code für das Ad einbauen. Diesen findet Ihr z.B. unter der Gruppendefinition bei AdRotate.

Jetzt heißt es Code lesen und ausprobieren. Wer Angst davor hat, kann den ganzen Code markieren und in eine extra Datei speichern. Als Backup sozusagen.

Ich habe mir den Code angeschaut und da ich meinen Werbecode am Anfang einbauen will, habe ich probiert den Anfang des Artikelcodes zu finden.

Dieser fängt bei mir mit class=”article” an. Daher war es einfach. Alles was danach kommt ist mein Artikel. Ich habe also meinen Ad-Code, in dem Fall meine group=3, nach dieser Klassendefinition eingebaut und schon was ich fertig.

Fazit

Diese Umbaumaßnahme kann ich nun verwenden solange ich Adrotate im Blog verwende. Ich brauch nur noch den Code mit einem Zeitstempel als Ad anlegen und der Gruppe 3 zuordnen. Nach Ablauf der Zeit wird das Werbebanner nicht mehr angezeigt.

Adrotate ist dahingehend schön, als es das mich informiert wenn ein Code ausläuft. Außerdem kann ich mit dem Clicktracking eine Menge anfangen, da man nun Optimierungen oder Splittest fahren kann.


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