Einstellen von Artikel: Regelmäßig oder gleich alles auf einmal?

Als Hauptberufler mit einem Hang zum Bloggen führe ich meine Blogs ziemlich unregelmäßig. Die Arbeit hindert einen oft daran regelmäßig Artikel zu schreiben. Ideen sind da und so füllt sich langsam mein Entwürfe-Ordner.

Doch was tun, wenn man dann mal Zeit hat zum Bloggen? Wenn ich erst einmal im Schreibefluss bin, schaffe 3-4 Artikel am Tag zu schreiben.

Nun stellt sich mit oft die Frage, Artikel sofort zu veröffentlichen oder diese Lieber nach und nach zur Verfügung zu stellen?

In diesem Artikel möchte ich die Vor- und Nachteile einmal betrachten und meine Sichtweise zu dem Thema darstellen.

Wie oben schon beschrieben geht es mir oft so, dass ich unter der Woche selten Zeit habe einen Artikel zu schreiben. Manches mal schaffe ich es noch Abends oder halt früh morgens, aber hier auch nur meistens 1 Artikel.

Wenn dann mal Zeit ist, kann ich vieles Aufarbeiten, was so unter der Woche durch den Kopf schoss. Meine Artikelideen landen zum Beispiel im Entwürfe-Ordner meines WordPress-Blogs. Damit habe ich diese Überall zur Verfügung.

Doch was tun, wenn man dann mal 2,3 oder mehr Artikel geschrieben hat?

Wie sollte man vorgehen? Warum ist es vielleicht besser regelmäßige Artikel zu posten, als alles auf einmal einzustellen.

Alles einstellen!

Vor allem junge Blogs haben das Problem das die meisten Leser nicht direkt auf den Blog kommen, sondern bestimmte Artikel einfach per Google gefunden werden.

So ist die Verteilung der Besucher nicht selten mit 80% und mehr durch die Suchmaschinen entstanden. Das bringt einen auf den Gedanken, Artikel einfach nicht zurück zu halten, sondern diese zu posten, wenn man fertig mit schreiben ist.

Ich denken, dass dieses Vorgehen vor allem am Anfang gut ist. Damit kann man sein Artikelarchiv aufbauen und verzögert nicht das erscheinen von Artikeln künstlich.

Wer dies tut, sollte sich aber auch der Gefahren bewusst sein. Postet Ihr am Anfang 3-4 Artikel pro Tag, dann gewöhnen sich die regelmäßigen Besucher sehr schnell daran. Die sozialen Medien reagieren sehr stark auf Aktivitäten.

Das merke ich im Moment an diesem Blog. Nach einer 10 monatigen Blogpause, habe ich wieder angefangen zu Bloggen und das trieb die Besucherzahlen vor allem in den ersten Tagen wieder hoch.

Wer danach Aufhört und die Artikelanzahl herunter schraubt, der wird schnell einen Einbruch der Besucherströme erkennen.

Trotzdem sollte man das Vorgehen am Anfang eines Blogs nicht ganz aufgeben. Hier zählt zu einem Großteil das Artikelarchiv um den Blog bekannt zu machen.

Warten auf den richtigen Zeitpunkt!

Hat man sich eine gewisse Leserschaft aufgebaut und möchte die Stammbenutzer nicht vergraulen, dann sollte man sich eine gewisse Regelmäßigkeit angewöhnen.

Ich bin mit dem Blog gerade in einer Umbruchphase. Auch wenn der Blog schon seit 2011 existiert, habe ich bisher “nur” 170 Artikel im Archiv. Ich habe am Angang rausgehauen was das Zeug hält und die Artikel ranken bei den Suchmaschinen mittlerweile sehr gut.

Trotzdem stelle ich mir immer wieder die Frage, warum sollte ich mit einem Artikel warten? Ich kann diesen doch gleich veröffentlichen und bekomme dadurch sofort neue Besucher?

Schreibe ich 1 Artikel am Tag oder alle 2 Tage warte ich nicht damit den Artikel zu veröffentlichen. Naja gut, wenn ich Nachts fertig werde, dann wird der Artikel erst am Morgen Online gestellt. Das erhöht die Sichtbarkeit in den sozialen Medien.

Schreibe ich aber am Tag 2-3 Artikel, dann vermeide ich mittlerweile das Online-Stellen aller Artikel.

Manchmal geht es zwar nicht anders, aber das soll nicht die Regel werden.

Es gibt mehrere Vorteile für dieses Vorgehen:

1. Leser bekommen regelmäßig neue Inhalte

Damit Stammleser auch immer wieder neue Inhalte zu sehen bekommen, ist eine Regelmäßigkeit wichtig. Stellt Euch vor Ihr wollt 1 Zeitschrift lesen und bekommt 8 Stück davon? Wie fühlt man sich da? Man nimmt sich 1 und die anderen 7 ließt man nicht. Es wäre zu viel Input auf einmal.

Gibt man Euch aber jeden Tag nur 1 Zeitschrift oder jeden zweiten Tag, dann hat man genügend Zeit und kann sich durch alle 8 lesen. So ist das mit den Blogartikeln auch. Schreibt man zu viel, dann kann der Leser nicht mehr folgen. Mir sind manchmal sogar Blogs zu viel, die 1-2 Artikel am Tag schreiben. Wenn ich mal 3 Tage nicht auf dem Blog war, dann lese ich die aktuellen Artikel, aber nicht die Artikel von Vorgestern, obwohl diese vielleicht super waren.

2. Der Blog sieht aktiver aus

Wer 5 Artikel am Montag veröffentlicht und dann 1 Woche gar nichts mehr, erzeugt das Gefühl von “Der Blog ist nicht Aktiv”.

Es wäre also besser jeden Tag einen Artikel zu veröffentlichen. Dann ist es egal, wann der Leser kommt, er bekommt immer einen aktuellen Artikel auf den Tisch.

3. Druck rausnehmen

Durch die Phasen meiner Bloggerei merke ich steigenden Druck, wenn ich mal keine Artikel geschrieben habe. Wenn ich 1-2 Tage pausiere, dann macht das nichts. 1 Woche vertragen die Leser auch häufig noch. Aber alles darüber hinaus führt dazu das man Leser verliert.

Hat man Artikel vorgeschrieben und veröffentlicht diese automatisch, dann nimmt das den Druck raus.

Dieser Druck kann übrigens auch zu einer Blogpause führen. Wenn das schlechte Gewissen den Lesern gegenüber zu groß wird, kann das sehr hinderlich sein. Manchmal vergräbt man sich dann und probiert den Blog zu vergessen, was dazu führt, dass man noch länger nicht bloggt.

Fazit

Ich denke für den Anfang (ersten 3-6 Monate) kann man einen Überhang an Artikel produzieren. Vorausgesetzt man hat so viele Ideen.

Man sollte sich aber schon Gedanken machen, wie oft man später Artikel veröffentlichen will. Es ist hier recht gefährlich alle Energie in den Blog zu stecken. Das führt zu Stress und Stress führt zur Blockade.

Hat der Blog ein gewisses Alter erreicht, sollte man zwingend sein Verhalten ändern und eher regelmäßig bloggen. Die Vorteile von regelmäßigen Artikeln, heben die Nachteile auf. Die paar Besucher, die in der Statistik fehlen kommen später regelmäßig wieder und erzeugen viel mehr Traffic.

Ich bin durch diese Gedanken mittlerweile auf maximal 1 Artikel pro Tag runter. Meistens sogar weniger. Am Wochenende schreibe ich Artikel vor und veröffentliche diese unter der Woche. Das lässt mir auch viel mehr Zeit mich mit meinen Lesern zu unterhalten, Kommentare zu beantworten oder mich in den sozialen Medien rumzutreiben. Außerdem baut es den hohen Druck ab, wieder einen Artikel zu schreiben, da man ja schon lange nichts mehr getan hat.

Wie macht Ihr das? Schreibt Ihr lieber Artikel vor oder haut Ihr immer gleich alles auf einmal raus? Habt Ihr selbst schon die Erfahrung gemacht, dass der Druck immer wieder so viele Artikel zu produzieren zum Einbruch oder einer Blogpause geführt hat?

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