Amazon (Teil 2) – Geld verdienen mit Werbung in Blogs

In meinem zweiten Teil der Serie Geld verdienen mit Werbung in Blogs möchte ich Euch heute das Amazon-Partnerprogramm vorstellen.

Im ersten Teil hatte ich ja das Werbenetzwerk von Adsense vorgestellt. Heute gehen wir in ein direktes Partnerprogramm und zwar das größte welches in Blogs eingesetzt werden kann.

Wir kommen zwar noch einmal zum Schluss der Serie auf direkte Partnerprogramme zu sprechen, aber das Amazon so verbreitet ist, kann man hier ruhig einen eigenen Teil spendieren.

Um wieder die gleiche Struktur zu verwenden wie im letzten Teil, werde ich die einzelnen Fragen beantworten.

Was ist Amazon?

Amazon* ist ein Online-Shop. Der größte seiner Art. Andere Shops haben es bis heute nicht geschafft in die Größenordnung von Amazon vorzudringen und Ihr könnt fast jeden Online-Shopper fragen ob er/sie schon mal was bei Amazon gekauft hat, dann werdet Ihr immer die Fragen mit einem JA beantwortet bekommen.

Und das ist einer der größten Vorteile, warum sich Amazon als Partnerprogramm mindestens anschauen sollte.

Wie funktioniert der Dienst?

Amazon funktioniert wie alle direkten Partnerschaften und noch ein wenig besser. Wirbt man für ein Shop-System, dann wirbt man häufig für spezielle Produkte.

Amazon tut hier aber ein wenig mehr, als nur die Möglichkeit zur Produktwerbung zu bieten. Da hier so viele Menschen einkaufen und Amazon merkt sich dieses Einkaufsverhalten, kann man diese Partnerschaft auch nutzen ohne selbst für Produkte werben zu müssen.

Man kann bestimmte Werbe-Codes einbauen und dort das Anzeigen lassen, was sich der Besucher zuletzt bei Amazon angeschaut hat. Wir sind hier also nicht nur in einer kontextbezogenen Werbung unterwegs, sondern können ganz speziell für den persönlichen Leser Werbung für Ihn/Sie einblenden lassen.

Natürlich ist Amazon daran interessiert möglichst weit verbreitet zu werden und daher bietet Amazon ein Partnerprogramm an, bei dem man sich Anmelden kann.

Wer sich zum PartnerNet angemeldet hat, der bekommt dort sehr viele Informationen und kann sich auch in das dortige Diskussionsforum einbringen.

Lohnt sich Amazon für meinen Blog?

Wie ich oben schon angedeutet habe, kann sich Amazon sogar mehr lohnen als Adsense.

Wenn Ihr einen Blog betreibt bei dem Ihr auf spezielle Produkte eingeht, z.B. ein Taschenblog oder ein Blog über Fotoausrüstung, dann könnt Ihr dort ganz klar Produktlinks zu Amazon setzen.

Dabei seit Ihr also in einer Empfehlungswerbung unterwegs. Vielleicht habt Ihr Euch sogar schon einen Namen in Eurem Thema gemacht, dann kann man Amazon ganz klar auf Euren Blog einsetzen und dann lohnt sich das natürlich.

Amazon vergütet 5%-10% beim Verkauf von Produkten. Dabei gibt es eine Staffelung. Die ersten 1-20 Produkte werden mit 5% angerechneten. Danach steigt die Provision auf bis zu 9%. Wer Musik bewerben möchte, kann sogar 10% erhalten.

Es gibt aber noch einen zweiten Weg mit Amazon Werbung zu generieren. Amazon stellt hier sehr viele Widgets zur Verfügung. Karussell-Widgets, Scrollwidgets und andere Möglichkeiten Werbung in den Blog einzubinden.

Hier ist Amazon bei den Partnerprogrammen meiner Meinung nach vorn und bietet die flexibelste Möglichkeit Werbung in den Blog einzubauen.

Die Auszahlungsgrenze liegt hier bei 50 €. Über einen normalen Dreisatz könnt Ihr nun wieder Ausrechnen wie viel Umsatz Ihr mit Amazon machen müsst um auf diese Auszahlungsgrenze zu kommen.

Wenn 50 € = 5% sind, dann sind 100% = 1000 €. Das heißt Ihr müsst einen Umsatz von 1000 € generieren um im Monat an die Auszahlungsgrenze zu kommen. Nun könntet Ihr ja denken, dass man dann nur noch die hochwertigen und hochpreisigen Produkte bewirbt.

Das wird aus 2 Gründen nicht gehen. 1. Hochpreisige Produkte werden wesentlich weniger gekauft, als niedrigpreisige Produkt.

2. Amazon hat hier eine Grenze eingebaut. Wenn die 5%-Grenze für ein Produkt die 10 € Marke überschreitet, dann bekommt man nur 10€. Die Provision wird also fixiert. Ist blöd, aber leider nicht zu ändern.

Trotzdem lohnt sich Amazon vor allem für die Nischen-Blogs, die ja ich zum Beispiel betreibe. Stark eingegrenzte Zielgruppen, die genau wegen eines Themas auf meinen Blog kommen. Hier kann ich also sehr eingegrenzt Produkte bewerben und damit lohnt sich Amazon vor allem für die Nischenseiten.

Was kann man an Geld mit einem Blog verdienen?

Amazon ist ein sogenannte PPS-Anbieter. Das heißt Ihr verdient Geld pro Verkauf (Pay-per-Sale) und nicht wie bei Google Adsense per Klick.

Das macht die Sache etwas schwieriger.

Der Vorteil liegt aber bei Amazon darin, dass sehr viele Menschen schon Amazon-Logins besitzen und damit das Vertrauen in diesen Shop extrem hoch ist.

Mit vielen Aktionen kann man bei Amazon noch zusätzlich Geld verdienen. Zum Beispiel bietet Amazon regelmäßige Aktionen wie zu Weihnachten an.

Wie bei allen Werbe-Anbietern hängt natürlich auch diese Werbeplattform von einigen Randbedingungen ab.

Wer keine Besucher auf seinem Blog hat, wird auch hier keine Klicks erhalten. Wer aber eine bestimmte Anzahl an Besuchern hat, wird erstaunt sein mit was man plötzlich Geld verdienen kann.

So z.B. mein Astronomieblog. Ich bewerbe hier explizit natürlich astronomsiches Zubehör. Das gibt es bei Amazon auch und daher kann ich in einige Artikel direkt die Produkte bewerben. Ab und an kommt aber jemand über meinen Blog, klickt auf einen Link und kauft sich plötzlich zwei Bücher übers Kochen.

Da er über meinen Link in den Shop gewechselt ist, bekomme ich für die zwei Kochbücher auch meine Provision. Das ist schon interessant, da hier die Cookies einfach mitspeichern, dass über meinen Blog in den Shop gewechselt wurde.

Ihr seht, dass Potential für diesen Werbepartner ist schon sehr hoch. Schön ist auch das man hier die komplette Kontrolle über die zu bewerbenden Produkte hat. Ich kann also die Werbung sehr stark auf meinen Blog eingrenzen. Damit sollte sich für fast jeden Blog ein Produkt bei Amazon finden.

Durch diese Form kann man den CTR-Wert, den ich ja im letzten Artikel beschrieben habe, schon ein einen recht hohes Niveau bringen. Mein persönlicher CTR-Wert liegt bei Amazon zum Teil bei 5%. Das heißt dass von 100 Besuchern genau 5 Besucher auf einen Amazon-Link klicken.

Wer meine Einnahmenreports verfolgt der kann recht schnell sehen, was ich mit Amazon in den Blogs verdiene.

Obwohl ich meinen Blog nicht auf Amazon optimiert habe und eher Adsense als Einnahmequelle benutze, habe ich mit den wenigen Amazon-Links im Blog ca. 105 € verdient. Hier bin ich gerade bei eine Optimierung zu fahren und entsprechende Artikel auszurichten. Bei meinen aktuellen Besucherzahlen ist das aber m.M. schon ein recht guter Wert.

Ich habe Euch von einem anderen Reseller mal ein Video rausgesucht, welches das Potential von Amazon zeigt. Mit einem Umsatz von gut 10.000 € generiert er einen Verdienst von über 350 € im Monat. Wer sich das Video genau anschaut, kann hier gut die Conversion-Rate (die Verkaufsrate) sehen.

Was gilt es zu beachten?

Auch Amazon hat bestimmte Regeln die es zu beachten gibt. So darf man zum Beispiel nicht zu einem Klick auf ein Produkt auffordern. Oder man darf keine Keyword-Optimierung auf das Wort Amazon durchführen.

Weiterhin sollte man tunlichst vermeiden, selbst bei Amazon über die Links zu bestellen. Das kann ebenfalls zum Ausschluss des Partnerprogrammes sorgen. Na klar ist diese Form bestechend, aber Amazon loggt auch hier mit und betrachtet sich die Bestellberichte der einzelnen Partner.

Weiterhin darf man nicht die Linkstrukturen für Amazon-Produkte verändern. Es empfiehlt sich hier bei Werbung im Blog, immer den Benutzer zu informieren, dass hier Werbung eingebaut wurde. Bei mir seht Ihr das am Sternchen hinter direkten Links.

Das würde nur dem Vertrauen in Euren Blog schaden und Ihr wollte ja nicht irgendwann als Hiden-Werber oder Böser Bube verschrien sein oder?

Tipps für Amazon-Benutzer

Natürlich gilt, wie bei allen Werbeformen, weniger ist manchmal mehr. Übertreibt es nicht mit der Werbung. Wenn hier 12 Banner in einen Artikel eingebaut wurden, dann ist das nicht unbedingt förderlich für den Blog.

Ansonsten kann man hier auf die Amazon-Publisher-Tour verweisen. Wenn Ihr Euch angemeldet habt und Eurer Blog von Amazon akzeptiert wurden, dann kann man durch diese Tour gehen und viel lernen.

Ich optimiere zum Beispiel ältere Artikel immer mal wieder mit neuen Bannern oder anderen Mittel aus dem Partnernetzwerk. Manchmal hatte ich auch nicht daran gedacht die Werbung einzubinden und mache das dann später.

Man kann hier also viel im Netzwerk lernen und wer Aufmerksam beim PartnerNet unterwegs ist, kann hier von den Aktionen viel mitnehmen.

Der Dienst im Überblick

Name Amazon
Type Partnerprogramm
Vergütungsmodi PPS (Pay-per-Sale)
Vergütung gestaffelt nach Verkäufen von 5%-10% des Verkaufswertes (10 € Obergrenze pro Artikel)
CTR-Wert (mein Durchschnitt) 3-5%
Webseite Amazon*
Weiter Infos Amazon PartnerNet
  Video YouTube
   
   

Fazit

Amazon ist neben Google Adsense das zweite große Netzwerk, welches man wirklich sehr gut vor allem in Nischenblogs und anderen Nischenseiten einsetzen kann.

Die Flexibilität des Partners ist Klasse. Man kann die Werbung perfekt in den Blog einbauen und so anpassen, dass diese nicht das Blogdesign stört.

Vor allem die Vertrauensstellung von Amazon macht es einfach. Sobald man ein paar Besucher auf dem Blog hat und zum Beispiel anfängt Reviews oder Testberichte über bestimmte Produktarten zu schreiben, lohnt sich das Amazon-Partnerprogramm.

Natürlich heißt auch hier die Devise: Richtlinien beachten. Nichts ist schlimmer, als von einem gut laufenden Partnerprogramm ausgeschlossen zu werden.

Ausblick

Damit beende ich den zweiten Teil meiner Serie Geld verdienen mit Werbung in Blogs und werde im dritten Teil auf die InText-Werber wie Adiro* und Contaxe* eingehen.

Diese beiden habe ich im Blog schon mehrfach besprochen. Ich werde hier aber wieder der Struktur folgen und Euch zeigen ob es sich lohnt mit diesen Partnern voran zu gehen oder nicht.


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