Artikelauswertung nach Zahlen


Fotolia_47183412_XS - © M. Schuppich - Fotolia.comIch habe mich mal wieder mit den Statistiken beschäftigt und habe meine Besucherzahlen aus dem letzten Jahr analysiert.

Daran möchte ich Euch heute einmal teilhaben lassen. Es soll zeigen, dass man mit ein leicht anderen Denkweise interessante Aspekte im Blog deutlich machen kann.

Und es soll helfen, sich auf das wesentliche zu konzentrieren. Lest einfach wie man mit einfacher Mathematik sehen kann, was die interessanten Themen im Blog sind.

Natürlich schaue ich mir meine Statistiken für meine eigenen Blogprojekte an und sehe dort recht gut, welche Artikel auf den ersten Plätzen stehen.

Wenn man dies etwas länger tut, dann entwickelt man auch ein Gefühl dafür, welche Artikel immer wieder gefragt sind und nach welchen Themen immer wieder gesucht wird.

Man kann diese Art der Auswertung aber auch in Zahlen packen und mit einem einfachen Dreisatz (Wikipedia: Dreisatz) auswerten. Dabei sieht man häufig interessante Effekte.

Ich habe das mal für diesen Blog und meinen Astronomie-Blog getan und möchte Euch die Ergebnisse beschreiben.

Export nach Excel

Wie Ihr sicherlich schon mitbekommen habt, benutze ich Google Analytics für meine Auswertungen und dieser Dienst stellt mir die Daten nicht nur im Online-Interface zur Verfügung, sondern auch als Export nach Excel.

Dazu habe ich mit die Webseitenauswertung (Content) angeschaut und mir für den Zeitraum 2012 alle Seiten ausgeben lassen.

Die Filterung auf die Anzahl ist recht sinnvoll, daher habe ich mir auch nur die ersten 100 Seiten ausgeben lassen.

Die Tabelle die dabei entsteht kann man nun mit den Standardaufwerte-Methoden anschauen.

image

Auswertungen

Ich habe mir nun einmal die Tabelle vorgenommen und Datentechnisch leicht behandelt.

Dazu wollte ich wissen, wie viele der “Topartikel” sorgen für wie viele Seitenaufrufe.

Dazu reicht ein leichter Dreisatz aus:

Artikel 1-10: 23.534 Seitenaufrufe

Artikel 1-20: 33.138 Seitenaufrufe

Artikel 1-30: 38.815 Seitenaufrufe

Nimmt man sich nun die Gesamt-Seitenaufrufe dazu, kann man einfach ausrechnen, wie hoch der Anteil in Prozent ist.

Anteil der Seitenaufrufe in % = (Seitenaufrufe Artikel / Gesamtseitenaufrufe) *100%

image

In der Grafik sieht man nun recht genau die prozentuale Verteilung.

Dies heißt also, dass die 30 besten Artikel für über 50% der Seitenaufrufe sorgen.

Das ist schon einmal sehr interessant.

Nimmt man nun noch dazu, dass in dem Blog insgesamt 399 Artikel erschienen sind, dann kann man folgende Aussage treffen.

8% aller Artikel im Blog sorgen für 56% aller Seitenaufrufe.

Das finde ich, ist eine der wichtigsten Aussage für diese Art der Analyse.

Hätte ich also nur diese 30 Artikel geschrieben, dann hätte ich immer noch mehr als die hälfte aller Aufrufe geschafft.

Auf welche Artikel und Artikelarten sollte man sich also konzentrieren?

Die Negation dieser Aussage sollte man aber nicht aus den Augen verlieren.

92% aller Artikel schaffen gerade mal 44% aller Aufrufe.

Natürlich konzentriere ich mich erst einmal auf die Analyse der Hauptartikel um die wirklich wichtigen zu Analysieren. Wenn man einen Blog besitzt der schon ein gewisses Alter (> 2 Jahre) hat, finde ich es interessant zu Wissen ob die Artikel nur gut sind, weil Sie schon lange im Blog existieren oder ob es auch andere Artikelthemen gibt.

Ich habe einmal durchgezählt und von den 30 Artikeln sind genau 5 Artikel erst im Jahr 2012 erschienen. Das ist ein deutliches Anzeichen dafür, dass ich hier wohl etwas anders gemacht habe oder einen Nerv getroffen habe.

In Zahlen heißt das, dass 17% dieser 30 Artikel sehr gut waren und innerhalb von kurzer Zeit viele Besucher anziehen.

Optimierung und Artikelideen

Das erste was man mit diesen Zahlen anfangen kann ist folgendes.

1. Artikel aufräumen

Oben haben wir gesehen, dass 5 Artikel aus dem Jahr 2012 stammen. Diese sind normaler Weise schon “State-of-the-Art”. Das heißt, da diese recht Jung sind, sind Sie meistens mit den wachsenden Erfahrungen des Blogger behandelt worden.

Es gibt aber auch 4 Artikel aus der Anfangszeit des Blogs. Diese Artikel sollte man sich noch einmal anschauen und hier etwas Arbeit investieren.

2. Keywordanalyse

Natürlich sollte man sich einmal anschauen, woher die Besucher kommen. Die Keyword- und Suchmaschinenanalyse kann man nun auf diese Artikel starten und sicherlich Optimierungspotential feststellen. Das ist auch wichtig für die Gesamtausrichtung des Blogs.

3. Monetarisierung

Diese 30 Artikel sollte man sich im Hinblick auf die Monetarisierung betrachten. Ist dort Werbung eingebaut oder nicht?

Die Diskussion ob man einen Blog gleich mit Werbung startet oder nicht, ist ja eine Never-Ending-Story und daher sollte man mal schauen, was man damals mit den Artikeln getan hat.

Passen die Werbeprogramme noch? Gibt es evtl. Produkttipps die heute besser passen?

4. Artikelideen

Natürlich kann man bei der Betrachtung des Artikels auch eine Recherche starten und schauen ob sich in dem Themengebiet etwas geändert hat. Beschreibt man zum Beispiel Software oder Apps, dann gibt es vielleicht Updates oder Neuigkeiten, die man in einem neuen Artikel verarbeiten kann.

Dabei sollte man dann auch darauf achten im alten Artikel einen Link auf den neuen zu hinterlassen. Der alte Artikel wird ja bei Google & Co. meist besser gerankt und ist daher bei den gleichen Keywords sichtbarer, als ein neuer Artikel.

5. Themenverwandte Artikel

Nachdem man sich um das Artikel-Design und die Monetarisierung gekümmert hat, kann man nun den Artikel selbst noch einmal betrachten. Hat man evtl. schon einen verwandten Artikel geschrieben, der aber einfach nicht gesehen wird?

Diesen sollte man mit dem Hypeartikel verlinken und auf diesen Hinweisen. Man verschenkt sonst Potential.

6. Soziale Medien

Natürlich kann man diese 30 Hauptartikel im Blog auch noch einmal pushen. Nicht spricht dagegen, einen gut laufenden Artikel noch besser laufend zu machen.

Da sich die sozialen Netzwerken mit einem Blog auch entwickeln, sollte man den Artikel nochmal in den Vordergrund stellen. Meistens hat man dann doch mehr Fans-, Follower oder Kreise. Auch diese Menschen dahinter interessieren sich für diese Themen.

Fleißarbeit oder was ist mit dem Rest?

Der ein oder andere wird es sich sicher schon gefragt haben. Was ist nun mit den anderen 369 Artikeln? Soll man diese nun vergessen und sich nur noch auf die gut laufenden Artikel konzentrieren?

Nein! Jetzt geht erst die richtige Arbeit los. Es wird sicherlich eine Anzahl an Artikeln existieren, die nicht mehr aktuell sind oder nicht mehr zum Thema des Blogs passen. Warum diese auch immer geschrieben wurden.

Es gibt aber sicherlich auch eine Vielzahl an Artikeln, die es einfach nicht in die Suchergebnisse gefunden haben oder schlecht mit Keywords versehen wurde.

Es gilt nun diese Artikel zu Identifizieren und zu Überabreiten. Ich führe bei diesen Artikel das gleiche durch, wie bei den oberen. Ich optimiere die Artikel. Strukturiere sie und bearbeite den ein oder anderen Artikel. Ich füge Links zu anderen ein und schaue mir die Bilder und auch die Werbepartner in den Artikeln an.

Ich muss hier also wesentlich mehr Arbeit investieren als bei den 30 Topartikeln oben. Es sollte sich aber lohnen.

Wer mit solchen Statistiken startet und sich diese Aufhebt hat nach 6 Monaten oder auch nach 1 Jahr eine gute Grundlage in den Vergleich zu gehen.

Diese Vergleiche bringen dann noch einmal einen zusätzlichen Mehrwert an Informationen. Wer jetzt erst mit seinen Auswertungen beginnt, kann das auch Jahresweise tun und auch dort schon den Vergleich starten. Hier kann man sich z.B. Fragen, welche Artikel sind über die Jahre in den Top-30 vertreten? Oder ändert sich die Verteilung über die Zeit?

Ich hoffe ich konnte Euch ein wenig zeigen, wie man Artikel auswerten kann und mit welchen Mitteln man an eine solche Auswertung gehen kann.


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