Schatztruhe Artikelarchiv

Fotolia_31397989_XS © wo - Fotolia.comIch bin ja immer auf der Suche nach Optimierungen und nachdem ich mir heute einige Einnahmenreports anderer Blogger angeschaut habe, kam ich auf einen Gedanken.

Wie kann man die Schätze des Artikelarchivs heben?

Nun ja, dass war nicht ganz mein Gedanke. Es ging eher darum, dass ich ja meine Blogs seit einiger Zeit betreibe und mir auffiel, dass hier wirkliche Schätze im Archiv schlummern.

Wie man diese findet und wie man diese dann auch wieder hebt, möchte ich hier beschreiben.


Einführung

Jeder Blogger der seinen Blog schon länger betreibt, sollte den folgenden Artikel zum mind. im ersten Absatz lesen.

Ich betreibe einige Blog schon seit 4-5 Jahren. Dieser hier ist knapp über 1 Jahr alt und es gab Zeiten, da war ich sehr Aktiv. Betrachtet man aber vor allem die Anfangszeit eines Blogs, dann hatte man sehr wenige Besucher und war höchst Motiviert.

Man hat sehr viel Content erstellt und nach und nach wuchs der Blog. Die Ausrichtung und der Stil ändert sich leicht und man erzeugt neuen Content und steigert immer weiter seine Besucherzahlen. Doch irgendwann sind bestimmte Artikel so weit in der Versenkung verloren, dass man selbst nicht mehr daran denkt.

Das passiert häufig, wenn z.B. der Artikel aus der Anfangszeit stammt und evtl. schlecht mit Keywords versehen wurde. Man lernt ja dazu. Oder es gibt viele Konkurrenzartikel zu seinem eigenen und daher wurde dieser Artikl nie bei Google hoch eingestuft. Es gibt viele Gründe warum Artikel nicht beachtet wurden, obwohl Sie sehr viel Mehrwert für den Leser bieten.

Diese Artikel gilt es zu finden und neu zu beleben. Sie können wirklich hoch interessant für die Leser des Blogs sein, aber werden einfach nicht gefunden.

Also lasst uns einfach mal auf Schatzsuche gehen.

Artikelschätze suchen

imageIch benutze für die Schatzsuche Google Analytics und werde hier einige Einstellungen vorstellen, die es mir ermöglichen solche Artikel zu finden.

Ich denke das andere Statistiktools ebenfalls solche Möglichkeiten haben.

1. Den Webseiten-Content untersuchen

Wir wollen ja nicht die Besucher der Webseite analysieren, sondern den Inhalt unseres Blogs. Ich bin also in mein Konto gegangen und gehe als erstes auf Content –> Website-Content und dann auf Alle Seiten. Mir werden jetzt alle Seiten meines Blogs angezeigt und das nach Aufrufhäufigkeit.

Ihr könnt rechts das Bild zum Menü sehen.

2. Einstellung des Zeitbereichs

Nun kommt die zweite Einstellung. Ich möchte ja Alte Artikel finden, die heute nicht mehr Aufgerufen werden.

Für meine heutige Analyse habe ich mir also zwei Zeitbereiche herausgesucht.

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Ich habe also den Hauptzeitbereich auf dieses Jahr Januar-November eingestellt und den Vergleichszeitraum auf letztes Jahr Januar-November.

Das hat zwei Hintergründe.

A) Der Zeitbereich ist Vergleichbar. In der Regel gehe ich davon aus, dass Artikel in diesem Jahr häufiger geklickt werden, als der selbe Artikel im letzten Jahr. Wenn ich mir also die Statistik anschaue, dann sollten die Seitenaufrufe immer positiv sein.

B) Den Hauptzeitraum auf dieses Jahr zu setzen und den Vergleichszeitraum auf letztes Jahr, erzeugt bei einem Besucherabfall zu einem Artikel einen negativen Wert. Dieser wird Rot dargestellt und ich kann ich Ihn dadurch leichter sehen.

3. Artikel finden

Nun kommt die Fleißarbeit.

Wer schon sehr, sehr viele Artikel im Blog hat, wird hier sicher 2-3 Seiten nach vorn springen müssen, um die ersten Artikel zu finden. Ich musste nur 1 Seite weiter springen und habe gleich 2 Artikel identifiziert.

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Bei dem ersten Artikel Contaxe vs. Adiro (Start eines 2 monatigem Test) handelt es sich ja um einen Artikel zu meinem Experiment. Schaut man sich jetzt das Artikeldatum, also wann der Artikel geschrieben wurde an, dann ist das Ergebnis eigentlich noch erschreckender. Der Artikel hat also in 7 Monaten mehr Besucher gehabt, als in diesem Jahr in 11. Nun gut, bleiben wir bei den Zahlen. ca. 10% weniger Besucher hatte der Artikel.

Beim zweiten Artikel ist es viel schlimmer. Ist es wirklich so einfach im Internet Geld zu verdienen? beschreibt, ob man im Internet wirklich Geld verdienen kann und ob dies so einfach ist, wie mancher sagt.

Hier gab es einen Besuchereinbruch von 44 %. Das sind ja fast die hälfte weniger in einem längeren Zeitraum.

Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Artikel im Blog. Ich habe jetzt einfach mal 2 rausgesucht und die gilt es nun zu heben.

Tag 1 meines 10.000 Besucherexperiments (Auswertung, Erfahrung und Strategien)

Den Schatz heben

Als erstes ist einfach zu bewerten ob es sich lohnt den Schatz zu heben.

Im Blog erscheinen immer mal wieder lokale und zeitlich begrenzte Artikel. Man hat mal auf eine Konferenz aufmerksam gemacht oder sich damals um ein aktuelles Handy gekümmert, welches es gar nicht mehr gibt.

Solches “Katzengold” kann man getrost da liegen lassen, es sei denn man sieht den Mehrwert oder schreibt einen "Retroartikel” darüber.

Die Schätze sollte man aber heben und dazu gehört also auch die Betrachtung dieser Artikel.

Nehmen wir wieder einen Artikel von oben als Beispiel. Ich probiere es so allg. zu halten, dass das folgende auch auf andere Artikel übertragbar ist.

Contaxe vs. Adiro (Start eines 2 monatigem Test):

Dieser Artikel kann schon selbst recht interessant für die Leser sein, da ich ja hier zwei Anbieter von Intext-Werbung vergleiche. Hier kommt mir aber eher in den Sinn, den Test zu wiederholen und damit auf den alten Artikel zu verweisen.

Das sollte die Besucher im Blog halten und die Gegenüberstellung bringt einen Mehrwert. Man kann nun auch Fragen, warum niemand mehr auf dem Artikel landet. Hat man vielleicht vor kurzem themenverwandte Artikel dazu geschrieben? Dann kann man auch die Verlinkung zum alten Artikel aktualisieren.

Hier folgen nun mehrere Schritte der Analyse:

1. Mehrwert und Aktualität

Zum Mehrwert eines Artikels habe ich oben schon etwas gesagt. Man sollte sich aber auch den Artikel anschauen ob er den noch dem Zeitgeist entspricht und hier aktuell ist.

Kann man den Artikel an aktuelle Gegebenheiten anpassen? Wenn Nein, dann kann man prüfen ob ein neuer Artikel nicht besser passt oder es evtl. belassen.

2. In Google Analytics den Artikel auswerten:

Klickt man in Google Analytics in unserer Liste auf den Artikel, erhält man die Übersicht zum Artikel selbst.

Nun kann man über dem Artikel die Filterfunktionen anpassen und die Sekundäre Dimension verwenden um den Artikel zu analysieren.

Ich stelle diese Option wie folgt um:

Besucherquellen

a) Quellen – zeigt mir von welchen Quellen die Besucher damals und heute kamen und kommen. Bei meinem Beispiel sehe ich, dass niemand von sozialen Medien auf den Artikel zugegriffen hat.

b) Keywords – zeigt mir mit welchen Keywords auf den Artikel zugegriffen wurde. Hier gibt es kein Änderungsbedarf.

c) Zielseite – die Seite über die die Besucher auf den Artikel gekommen sind. Hat sich hier vielleicht etwas an den Seitenstrukturen verändert? Wie sehen die Zielseiten aus?

Es gibt also viel Optimierungspotential.

Jetzt kann man sich mehrere Optionen und Strategien einfallen lassen, den Schatz zu heben. Es gibt sicherlich noch mehr Analysemöglichkeiten, aber diese hier aufgelisteten reichen mir um mit den Artikel zu Arbeiten.

Ich werde mich jetzt über die anderen Artikel her machen und diese nach meinem Schema auswerten und dann entscheiden, was mit diesen Schätzen passiert.

Ich wünsche Euch viel Erfolg bei Eurer Schatzsuche.

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