Offenheit vs. Fake bei Bloggern

Fotolia_30759090_XS © photolars - Fotolia.comLiebe Leser

gestern ist mir was passiert, an das ich bei meinem kleinen 10.000 Besucherexperiment gar nicht gedacht hatte. Und darüber möchte ich kur berichten.

Seit gestern Abend stell ich mir die Fragen ob es wohl so gut war, dieses Experiment zu starten. Es geht darum, ob es für meinen Blog förderlich ist so Offen zu sein, wie ich es bin.

Angefangen hat alles mit der Kontrolle meine Statistik für dieses Experiment und einem Twitter-Beitrag. Aber lest selbst, wie die Geschichte sich entwickelte.

Der Anfang

Ich habe ja vor 4 Tagen ein kleines Experiment gestartet und die Frage gestellt, ob es wohl Möglich ist auf einem kleinen Blog 10.000 Besucher auf einen Artikel zu bekommen.

Ziel des Experimentes ist es sich mit dem Blog zu beschäftigen und die Möglichkeiten auszuloten. Dazu beschreibe ich in extra Artikel, was ich tue und wie sich das ganze Entwickelt. Mir persönlich ist es gar nicht so wichtig, 10.000 Besucher auf einen Artikel zu bekommen. Na klar ist das schön, aber der Content ist ja nun dafür nicht geeignet.

Gestern Abend nahm ich mein Handy zur Hand und sah, dass die Statistik für den letzten Auswerteartikel (Tag 3 meines 10.000 Besucherexperiments) plötzlich wesentlich höher lag, als es der Fall sein müsste. Woran ich das merkte? Mein Blog hat im Schnitt ca. 60-80 Besucher am Tag. Gesamt, für alle Artikel.

Gestern schoss dann regelrecht die Statistik nach oben und dass innerhalb einer Stunde.

Was war passiert? Ich ging also zum PC und schaute in mein Statistik-Tool (Google Analytics) und stellte fest, dass von 3 Quellen die Besucher auf den Blog kamen.

Quelle 1: Facebook

Quelle 2: Twitter

Quelle 3: Eine Blogseite (Name wird nicht genannt)

Über Facebook und Twitter war erstmal nichts heraus zubekommen, aber über die Webseite. Es hatte eine Weile gedauert, aber ich fand eine kleine eingebettete Box, in der ein Twitterbeitrag stand. Da der Link in dem Beitrag ge-shortet (wie sagt man das auf Deutsch?), habe ich es nicht gleich gesehen.

Ich also zu Twitter und suchte nach dem Beitrag. Ein Blogger hatte folgendes geschrieben:

image

Na gut, da hat also jemand den Link auf meinen Artikel gepostet. Soll ja nicht mein Schaden sein. Aber der Tweet wurde auch auf sein FB-Profil veröffentlicht. Daher kamen also die Facebook-Benutzer auf diesen Beitrag.

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Ist meiner Meinung auch nicht das Problem. Aber es gab den ein oder anderen Kommentar, der mich zum grübeln brachte.

Das Problem

Ich will mich hier nicht als Guru platzieren oder ein sogenannter Spezialist sein. Dazu fehlt mir auch die Zeit. Mein Ziel vom Blog ist es die Erfahrungen zu teilen.

Nun ist es so, dass der Blog das ganze Jahr über im Tiefschlaf war und ich natürlich wenige Besucher habe.

Ich habe mir keinerlei Gedanken gemacht, wie ein solches Experiment nach Außen wohl wirken mag.

23 Besucher nach 3 Tagen auf einen Artikel ist nicht wirklich viel. Das hat mich bisher aber nicht gestört.

23 Besucher von 10.000 geplanten hört sich dann schon wirklich doof an, aber bis Gestern dachte ich da nicht dran.

Nun hätte man sicherlich das ganze Experiment Faken können, aber das will ich ja nicht. Ich denke der ein oder andere wird das tun, ohne jetzt irgendwem etwas zu unterstellen. Aber ich veröffentliche hier meine Statistiken und damit kann man leicht sehen, dass ich nicht 10.000 Besucher am Tag im Blog habe.

Andere schaffen das und ich wünsche diesen Erfolg jedem.

Nun stell ich mir aber die Frage ob meine Offenheit hier nicht eher schädlich ist. Ob es nicht besser wäre so etwas gar nicht öffentlich über den Blog zu schreiben. Ich bin der Meinung das ich das so weiter machen sollte, da ALLE Blogger klein angefangen haben.

Was haltet Ihr davon? Sollte man gänzlich offen sein zu seinen Lesern? Sollte man einige Sachen nicht ansprechen um den Schein zu wahren oder darf man sogar Schummeln?

 


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2 Kommentare

  • Hallo Stefan!

    Ich denke, Offenheit zahlt sich langfristig immer noch am meisten aus. Schummeln bringt nichts.

    Dieser Tage hab ich mal (ich glaub auf SiN) in einem Kommentar gelesen, dass ein neuer Blogger (der wirklich noch nie einen Blog hatte, von dem Traffic kommen könnte) wissen möchte, ob sein Traffic viel ist oder nicht. Er habe im ersten Monat 9 Tausend Besucher auf seinem neuen Blog begrüßen dürfen.

    Und wenn sie nicht gestorben sind…

    Das Schlimme daran ist, dass das auch andere Neueinsteiger lesen und komplett entmutigt sind, wenn sich fünf Besucher pro Tag auf ihren Blog verirren. Der Mensch neigt halt leider immer zu Vergleichen mit anderen..

    lg Martin

    • Hallo Martin,

      ich bin mittlerweile ein wenig skeptisch bei solchen Zahlen. Mittlerweile auch auf den Webseiten und sogar bei einigen Blogs die Ihre Zahlen veröffentlichen. Wenn ich dort mehrere hundert oder gar tausend Besucher sehe, aber NULL Kommentare war das SEO Klasse und der Blog Mist oder dann stimmt bei der Geschichte etwas nicht.
      Na klar könnte man die Zahlen fälschen und sicherlich generiert man darüber auch Traffic. Schließlich wollen die Menschen entweder Erfolgsstories lesen oder Versagen sehen. Alles dazwischen ist uninteressant. Zumindest für die große Masse.

      Du sprichst aber genau das Problem an. Neueinsteiger lassen sich viel leichter blenden und hinterfragen bestimmte Sachen einfach nicht. Da Ihnen die Erfahrung fehlt und man dadurch glaubt was man liest. Leider nutzen das viel zu viele Marketer aus.
      Danke für Deinen tollen Beitrag.
      Viele Grüße
      Stefan

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