Scheitern eines Experimentes (Exklusive Facebookinhalte)

Scheitern_Experiment - © xiller - Fotolia.comHeute möchte ich mal einen ganz anderen Aspekt des Bloggens ansprechen. Das Scheitern von Experimente. Wie Ihr sicherlich wisst, probiere ich unheimlich viel aus und habe mit dem ein oder anderen Weg auch Erfolg. Ich teste viele Dinge und starte oft Experimente, die ich über die Zeit auswerte.

Ich persönlich finde das sehr spannend und lese auch auf anderen Blogs gern Artikel über solche Experimente. Sie dienen dem Erfahrungsaufbau und da stehe ich in meinem Bereich halt einfach noch am Anfang.

Was ich leider oft vermisse, sind die Artikel über das Scheitern von Experimenten.

Daher möchte ich hier mal einen Überblick über das Scheitern eines meiner Experimente geben und beschreiben, warum es dazu gekommen ist.

Vor genau 2 Wochen hatte ich ein neues Experiment gestartet: Exklusiv-Inhalte bei Facebook auf meiner Fanpage (FB: Geld verdienen mit Nischenblogs).

Ziele des Experiments

Für jedes Experiment sollte man sich Ziele setzen, an denen man sich messen kann. Das ist wichtig um eine Auswertung hinzubekommen.

Mein Hauptziel war es über das Facebook-Experiment zu mehr Fans zu kommen. Ganz einfach eigentlich. Wobei ich nicht einmal genau definiert hatte, wie viele Fans ich bekommen wollte. Ihr seht in der Zieldefinition steckte schon eine gewisse Unsicherheit von mir darin, wie das Experiment wohl laufen würde.

Beschreibung des Experiments

Das Experiment war schnell beschrieben. Ich wollte 10 Wochen lang, jeden Mittwoch einen anderen interessanten Blog vorstellen. Diese Vorstellung sollte aber nicht hier veröffentlicht werden, sondern Exklusiv auf Facebook stattfinden.

Start des Experimentes

Natürlich habe ich beim Experimentstart auch sofort einen Blog beschrieben. Hierbei konnte ich erste Erfahrungen sammeln. Um einen längeren Artikel bei Facebook einzustellen, bedarf es einem Anbieter, der so etwas ermöglicht oder aber einen Blog. Sprich, bei Facebook selbst, konnte ich solche Artikel gar nicht schreiben.

Das war mir vorher so nicht bewusst. Ich dachte einfach, dass es irgendwie schon gehen würde.

Ich habe aber schnell einen kostenlosen Anbieter dafür gefunden und den ersten Artikel online gestellt.

Verlauf des Experimentes

Nun hatte ich mich ja festgelegt und wollte jeden Mittwoch einen Artikel bei Facebook reinstellen.

Damit war festgelegt, dass hier ein auch Zeitaufwand einzuplanen ist. Jetzt bin ich letzte Woche, also zum 2. Exklusivartikel, terminlich nicht dazu gekommen und hatte schon ein schlechtes Gewissen. Manchmal kann man solche Verschiebungen nicht verhindern und das finde ich persönlich auch nicht ganz so tragisch. Natürlich immer mit der Maßgabe dies so schnell wie Möglich nachzuholen.

Doch es war mir auch Donnerstag und Freitag nicht möglich diesen Exklusivartikel zu schreiben.

Gründe für das Scheitern

Nun seht Ihr aber das ich bis heute nicht zu diesem 2. Artikel auf Facebook gekommen bin und heute wäre eigentlich der dritte dran gewesen. Sicherlich hätte ich mich in der Zeit, in der ich diesen Artikel schreibe, darum kümmern können. Aber, wer sagt mir das ich nächste Woche dazu komme, den 4. Artikel zu schreiben? Ich habe nämlich nächste Woche schon wieder eine geschäftliche Reise geplant und daher ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass ich das schaffen werde.

Warum scheitern aber nun Experimente?

1. Die Zeit

Die Zeit spielt eine große Rolle. Wenn man ein Experiment startet, sollte man sich vorher überlegen, wie viel Zeit dieses Experiment wohl in Anspruch nimmt. Bekommt man diese Zeit freigeschaufelt? Leiden vielleicht andere Prozesse unter dem Experiment? Das sind Fragen die man sich stellen sollte.

Wie Ihr oben schon gelesen habt, spielte bei mir der Zeitfaktor eine Rolle und daher schiebe ich auch das Scheitern dieses Experimentes genau darauf. Aber nicht nur.

2. Das Thema

Auch die Wahl des Themas ist hier relevant. Es war von mir nicht gerade ein Glücksgriff Blogs bei FB vorzustellen. Man kann sich schneller im Internet orientieren und neue interessante Blogs finden.

Das war wohl etwas unglücklich und daher geht ein gewisser Anteil des scheitern auf die Themenwahl.

3. Motivation  

Die Motivation das Experiment auch von Anfang bis Ende durchzuführen gehört hier ebenfalls rein. Auch wenn das Experiment nicht so positiv abläuft wie man sich das Vorstellt, sollte man es eigentlich beenden. Sieht man vorher, dass dieses Vorhaben schwierig ist, dann lässt man es lieber.

Diesen Rat hättet ich mir vorher selbst geben sollen, dann hätte ich jetzt mehr Zeit etwas anderes zu schreiben.

Trotz Scheitern hab ich gewonnen

Und nun kommt das positive am Scheitern von Experimenten. Man sollte sich auf jeden Fall selbst reflektieren und sich Fragen warum etwas gescheitert ist.

Ich kann nur sagen, dass selbst das Scheitern mir viel gebracht hat.

1. In Zukunft werde ich mir mehr Gedanken über meine Experimente machen. Vor allem dann, wenn ich diese öffentlich Ankündige. Es liegt mir nämlich viel daran, dass Ihr (meine Leser) nicht enttäuscht werdet, weil dann nichts kommt.

2. Ich habe etwas Erfahrung im Umgang mit Facebook sammeln können. Lange Artikel auf Facebook schreiben ist nicht Möglich. Nur wenn man hier auf andere Anbieter geht, kann das Möglich werden und dort muss man sich mit dem Anbieter beschäftigen.

3. Dieser Artikel trägt mit zum positiven Effekt bei. Ich kann Euch an meinen Erfahrungen teilhaben lassen.

Fazit

Ihr seht, dass man auch aus dem Scheitern heraus nach vorn geht. Ich hätte nichts davon gehalten, dass Experiment einfach unter der Tische fallen zu lassen. Das ginge von meiner Gewissenlage schon gar nicht. Ich würde wohl immer daran denken und würde mir selbst druck machen.

Manchmal ist der Druck nicht schlecht, aber wenn dieser andere Bereiche tangiert, dann kann er sehr belastend werden.

Daher sage ich nun: Das Experiment ist gestorben.

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5 Kommentare

  • Danke für den ehrlichen Beitrag. Ich denke, dass Hauptproblem, dass die meisten Menschen davon abhält irgendwann einmal Erfolg zu haben, oder ihre Ziele zu erreichen ist die Angst vor dem Scheitern. Aber, wie Du das sehr schön beschrieben hast, kann man aus jedem Fehler, jedem Scheitern lernen.
    Mittlerweile, bin ich dazu übergegangen, mich darin zu bestätigen, dass es kein Scheitern gibt, es gibt nur Resultate einer Handlung. Mit diesen Resultaten umzugehen und daraus Schlüsse zu ziehen, ist der eigentliche Schlüssel zum Erfolg.
    In diesem Sinne, je mehr Experimente Du durchführst, desto besser werden Deine Resultate irgendwann sein.

    • Naja, du hast schon recht, dass man aus jeder aktion lernen kann. Man sollte aber nicht unbedingt Experimente starten, wenn diese im Vorfeld schon zum scheitern verurteilt sind. Ich hoffe das ich das in dem Artikel ein wenig darstellen konnte. Wenn es zeitlich einfach nicht passt, dann kann man diese Ideen notieren und führt sie dann später durch. Manchmal erledigen sich auch solche Ideen, da man in der Zwischenzeit mehr Erfahrungen gesammelt hat und feststellt, dass die Idee oder das Experiment gar nicht so sinnvoll war, wie man anfangs dachte.

  • Hallo Stefan,

    das Scheitern ist definitiv nicht schön, aber, wie Du ja selbst herausgefunden hast, auch sehr wertvoll, für die eigene Weiterentwicklung. Ich persönlich fand Deine Idee nicht schlecht. Allerdings muss ich ehrlich sagen, dass mir die optische Aufmachung Deines ersten Versuches nicht wirklich gefallen hat. Facebook ist eben kein Blog. ;-)

    Ich selber habe für meine künftigen Experimente einfach mehr Vorlaufzeit eingeplant, in der ich so viel wie möglich vorbereiten kann. Damit sollte der Ablauf dann reibungsloser laufen. :-)

    Beste Grüße,
    Mathias

    • Hallo Mathias,
      ich habe aus dem Experiment viel gelernt. Vor allem nicht blau-äugig an die Sache heran zu gehen. Ich war der Meinung das es schon gehen müsste, hab mir 1-2 Gedanken gemacht und dann aber eher losgelegt. Das liegt oft in meiner Natur. Nun gut, so lange ich drauss lerne ist ja alles gut. Die technischen Nachteile hätte ich über die Zeit ausgeräumt und diese mit einbezogen, doch es war eher die Zeit die fehlte und deshalb ist das Experiment zwar nun erst einmal vom Tisch, aber nicht aus der Ideensammlung heraus.
      Ich muss es nur anders angehen.
      Viele Grüße,
      Stefan

  • Hallo Stefan,
    Du stellst Dir in diesem Blog die Frage, warum so wenig über gescheiterte Experimente oder Tests berichtet wird.
    Das lässt sich eigentlich ganz einfach erklären.
    Man sollte sich immer FÜR etwas entscheiden und nicht GEGEN etwas, somit hilft es niemandem groß auf gescheiterte Tests einzugehen.
    Bei deinem Test wären ggf. 2 unterschiedliche Herangehensweisen nötig gewesen, wofür Du dann allerdings noch mehr Zeit gebraucht hättest.
    So habe ich lediglich gelernt, das Facebook kein Bloganbieter ist :-)
    Freundliche Grüße
    Thomas Kleitz

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