Blogartikel sollten gestaltet werden

Blogartikel schreiben - © DWP - Fotolia.comIm heutigen Webmasters Friday geht es um die Frage “Der optimale Blogartikel”. Da es meiner Meinung diesen nicht gibt, möchte ich eher darauf eingehen wie man Blogartikel gestalten sollte. Dabei gehe ich natürlich von mir aus und spreche über meine eigene Leseerfahrung zum Thema Blogartikel. Meine Meinung kann natürlich bei anderen gänzlich anders aussehen.

Qualität vs. Quantität

Als erstes möchte ich auf die Quantität und die Qualität eines Blogs und dessen Artikel eingehen. Beides hat seine Daseinsberechtigung und jeder Blogger sollte für sich entscheiden, welchen der beiden Wege er gehen möchte.

Quantität

Es ist natürlich für jeden Blog hilfreich, wenn dieser über eine bestimmte Archiv-Größe verfügt. Diese Aufzubauen kostet Zeit. Je länger die Artikel sind, desto mehr Zeit muss man für das Schreiben aufwenden. Wenn ich also einen Blog pushen möchte und das in kurzer Zeit, dann muss man im Endeffekt kurze Artikel schreiben. Dafür aber viele.

Damit lassen sich dann viele Themengebiete abhandeln und man wird innerhalb des Rankings der Suchmaschinen schnell steigen. Das hat aber auch massive Nachteile. Ich bin zum Beispiel ein Websurfer, der gerne einen Mehrwert aus den Artikel eines Blogs zieht. Damit stehe ich sicher nicht allein da. Wenn ein Blog aber nun Themen nur anschneidet, dann besuche ich den Blog meistens nicht mehr. Solche Blogs generieren Traffic hauptsächlich über die Suchmaschinen.

Qualität

Artikel die einen hohen qualitativen Anspruch haben, muss meist intensiv recherchiert und bearbeitet werden. Das kostet Zeit und kann dazu führen das man vielleicht nur 1 Artikel pro Tag oder weniger schreiben kann.

Manche Artikel bei mir werden über mehrere Tage bearbeitet und dann erst veröffentlicht. Hier kann man dem Besucher einen hohen Mehrwert liefern und meist kommen diese auch wieder. Man baut sich also eine Stammleserschaft auf. Durch die geringe Artikelanzahl die man veröffentlicht, muss man aber in Kauf nehmen, dass man nicht mehr ganz so gut rankt.

Qualität vs. Quantität

Es spielt also eine gewisse Rolle ob man qualitativ oder quantitativ schreibt. Ich probiere Grundsätzlich mehr qualitativ zu schreiben, da ich denke das dies meinen Lesern mehr bringt. Unter 400-500 Wörter schicke ich kaum einen Artikel raus. Bei manchen geht es über die Tausend. Sollten es noch mehr werden splitte ich die Artikel in eine Serie auf. Das hat den Vorteil das ich eine gewisse Artikelanzahl pro Woche halten kann und den Besucher nicht überfordere.

Medien und Struktur

Im Webmasters Friday wird auch nach der Struktur oder den enthaltenen Medien gefragt. Hierbei muss ich sagen, dass reine Textartikel mich abschrecken. Minimum gehört ein ordentliches Bild in den Artikel und bei technisch orientierten Artikeln auch eine grafische Ansicht des Sachverhalts oder besser noch ein Video.

Bei der Struktur achte ich darauf Absätze nicht zu lang werden zu lassen. Das führt bei dem Leser zu der Annahme, dass der Artikel niemals endet und er gibt nach der Hälfte auf.

Wichtig ist hier auch mit Überschriften zu arbeiten. Das hat zwei Hintergründe. Erstens durchsuchen die Suchmaschinen diese Tags nach Keywords und zweitens kann der Leser im Artikel springen und weiß was als nächstes kommt.

Fazit

Zwischen Qualität und Quantität muss der Blogger sich entscheiden. Bei den Medien oder der Struktur sollte er darauf achten, dass er die Artikel für Menschen schreibt und nicht für Suchmaschinen. Das denke ich ist einer der Schlüssel zum Erfolg. Ich probiere für mich immer die Qualität im Vordergrund zu halten. Das ist meiner Meinung nach wichtig. Warum denkt Ihr wohl das die Deutschen im Ausland solche ein guten Ruf haben, was die Produkte angeht? Weil es häufig so ist, dass die Qualität bei deutschen Produkten höher ist, als bei den heimischen Produkten. Auch wenn diese mal mehr kosten. Uns Blogger kostet es nur etwas mehr Zeit einen qualitativen Artikel zu schreiben. Dafür bringt diese auf lange Sicht mehr.

Was nutzt mir eine hohe Artikeldichte, wenn der Besucher nach 20 Sekunden den Blog wieder verlässt? Denkt mal darüber nach.

Wie bloggt Ihr? Eher auf qualitativer Basis oder auf quantitativer? Was halten Ihr von Blogs die Artikel mit 100 Wörtern veröffentlichen?


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3 Kommentare

  • Hallo miteinander!

    Um gleich zur Frage zu kommen: Von Blogs mit Artikeln unter 100 Wörtern halte ich wenig. Die Kunst, dem Leser einen Mehrwert zu bieten ist zwar allgemein bekannt, wird aber nicht von allen Bloggern so umgesetzt.

    Wie Sie im Artikel schreiben geht es nämlich auch mit inhaltlich flachen, kurzen (und dafür vielen) Artikeln gut, hohe Besucherzahlen zu erreichen. Auf meinem Sprachblog versuche ich quasi ausschließlich, qualitativ hochwertige und oft auch recht lange Artikel zu schreiben, da mir eine Stammleserschaft wichtiger ist als Tagestraffic.

    Mein Trick 17 für Suchmaschinentraffic, den ich anstelle kurzer, nicht zu tief ins Thema eindringender Artikel verwende: Top-Listen. Viele Leser klicken sehr gerne auf solche Artikel, die irgendetwas ranken (bei mir zum Beispiel die sieben besten Gratis-Ressourcen zum Norwegisch Lernen). Dort weiß der potenzielle Leser, dass er 1) im Artikel umherspringen kann (wie Sie es erklären) und 2) gleich mehrere informative Elemente zu lesen bekommt – also als ob er zu seiner Fragestellung sieben Antwort-Artikel auf ein Mal bekäme.

    Herzliche Grüße,
    David

  • Das mit dem XHTML-Linksetzen überfordert mich scheinbar… Bitte bessern Sie das aus. Danke!

    • Ich verwende nicht XHTML. Nimm die Standard-HTML-Definition. Du hattest nur den Link und den Titel angegeben, aber keinen End-Tag. Ich habs behoben.
      Gruß
      Stefan

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